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Sonntag, 28. August 2016

(Rezension) Battle Island von Peter Freund

 
Titel: Battle Island
Autor: Peter Freund
Erscheinungsdatum: 25.07.2015
Verlag: Cbj
Seiten: 544
ISBN: 9783570153802
Preis: 14,99 Euro (Broschiert) /  11,99 Euro (eBook)
Wertung: 3 / 5  
 
 
 
Als Louisa die Castings für die brandneue TV-Show »Battle Island« erfolgreich besteht, glaubt sie sich ihrem Ziel ein Stück näher: Mit dem Preisgeld die Therapie ihrer Mutter bezahlen und sie so vor dem sicheren Tod retten. Millionen von Zuschauern werden ihre Suche nach einem Schatz verfolgen, der auf einer von der Außenwelt abgeschnittenen Insel im Atlantik versteckt ist. Doch auch die anderen Kandidaten wollen an das Geld – dazu ist ihnen jedes Mittel recht, und so wird aus der Unterhaltungsshow bitterer Ernst ...
 
 
 
Louisa Harder rannte um ihr Leben.
 
 
 
Auf das Buch "Battle Island" von Peter Freund habe ich bereits lange vor dem Erscheinungsdatum sehnsüchtig gewartet. Die Geschichte erinnerte mich sofort an meine Lieblingsdystopie "Die Tribute von Panem" und auch das abenteuerliche Cover überzeugte mich auf Anhieb.
Vielleicht waren meine Erwartungen auch zu hoch, denn im Endeffekt wurde ich von dem Buch leider bitter enttäuscht!
 
Den Einstieg habe ich als sehr spannend empfunden, auch wenn ich schnell feststellen musste, dass er einiges vom Ende der Geschichte preis gibt. Der Autor erwähnt gleich zu Anfang im ersten Kapitel Geschehnisse, die erst zum Schluss passieren und jede Menge Fragen aufwerfen, auf die lange Zeit aber nicht mehr eingegangen wird. Stattdessen benutzt Peter Freund ständig Rückblenden und springt beim jedem Kapitel zu einer anderen Zeit. Mal befinden wir uns in der Gegenwart, kurz vor dem TV- Casting, dann schon auf der Insel auf den Azoren und landen daraufhin ganz plötzlich in der Vergangenheit, in der wir vor allem etwas mehr über die Hauptprotagonistin Lou erfahren. Die Absicht des Autors war eindeutig, mit dieser Vorgehensweise Spannung zu erzeugen. Leider empfand ich die Sprünge als sehr verwirrend und vermisste den roten Faden in der Geschichte.
Vor allem aber fehlten mir ständig wichtige Hintergrundinformationen um ein Gesamtbild für die Handlung zu haben und um ihr auch ohne weitere Komplikationen zu folgen. Dagegen werden oftmals viele unzusammenhängende und bedeutungslose Informationen extrem detailliert beschrieben, die einfach dazu führten, dass ich das Buch ständig aus der Hand legen musste, da ich nicht wirklich vorwärtskam.
Dabei fand ich die Idee mit der TV - Show, die sich auf einer einsamen Insel abspielt und mit einem Gewinn im Wert von einer Million Euro in Gold lockt, äußerst spannend und reizend. Die Showmacher sind absolut dreist und gehen im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen, damit der Erfolg von "Battle Island" auch garantiert ist und die Show bei den Zuschauern gut ankommt.
Es gab in der Tat einige Passagen, die mich hin und wieder fesselten, aber erst ab der Mitte des Buches fing die Geschichte mich dann wirklich zu packen. Ab da hörten auch die ständigen Rückblenden, bzw. kamen sie nicht mehr so oft vor und die Handlung kam endlich vorwärts. Allerdings gab es dann wiederum einige Stellen, die mich enttäuschten, unter anderen z.B. die Aufgaben, die die 10 Kandidaten auf der Insel zu bewältigen hatten. Ich fand die Anforderungen oftmals ziemlich leicht gestaltet und musste über die Teilnehmer den Kopf schütteln, die sich dabei so schwer taten. Aber vielleicht lag es auch daran, dass ich die "Rätsel", die es zu lösen galt,  bereits kannte.
 
Zu den Charakteren kann ich nur sagen, dass ich sie unheimlich blass und extrem klischeehaft fand. Deren Verhalten war von Anfang an vorhersehbar und einfach nur bis zum Abwinken abgedroschen. Ich fand keinen einzigen von den Teilnehmern oder Showmachern facettenreich und gerade deshalb empfand ich die gesamte Geschichte als nicht besonders realistisch, obwohl die Idee absolut reale Vorsätze zu bieten hatte!
Die sympathischste Person in diesem Roman ist wohl die Hauptprotagonistin Lou. Leider machte sie auf mich einen unglaublich naiven Eindruck und die Tatsache, dass sie so ziemlich jeglichen Satz mit einem "Äh...." begann, trieb mich langsam in den Wahnsinn. Ich fand es einfach schade, dass jemand, der hier als so intelligent dargestellt wurde, auf einfache Fragen, erstmal keine Antworten parat hatte. Dafür ist Lou zumindest empathisch und gutherzig und ich konnte ihr deshalb auch vieles verzeihen.
 
Der Schreibstil von Peter Freund ist sehr detailliert, was ich aber leider nicht als positiv empfand. Oft war es einfach zu viel des Guten und führte nur unnötig dazu, dass der Leser, (zumindest mir erging es so), sich irgendwann mal in all den Details und der Überflutung an vielen unwichtigen Informationen, schlicht und einfach verlor! Zwar war das nicht immer der Fall, aber eben meistens. Die Beschreibungen der Insel genoss ich dagegen sehr und ich konnte mir den malerischen Ort bildlich vor Augen führen.
 
Das Ende war meiner Meinung nach sehr vorhersehbar. Dennoch war ich gespannt, wie es dazu kommt, was noch kurz davor passiert etc. Obwohl ich mit dem Abschluss des Romans gut leben kann, gefiel er mir leider nicht besonders :( Schade! Zumindest von dem Ende hätte ich mir mehr erhofft. Es war alles in einem irgendwie zu einfach gestrickt und der Rest der Geschichte dagegen eher kompliziert, sodass ich ihr nur mühsam folgen konnte!
 

 
"Battle Island" hat es geschafft, mich stellenweise gut zu unterhalten, aber im Großen und Ganzen wurde ich eher enttäuscht. Von mir gibt es deshalb 3 von 5 Blumen!
 


Montag, 21. März 2016

(Rezension) The Perfect von Patricia Schröder

 
Hallo ihr lieben,
 
heute stelle ich euch einen Jugendthriller vor, der zwar sehr vielversprechend klingt, mich jedoch im Endeffekt leider nicht überzeugen konnte:
 
The Perfect von Patricia Schröder
 
Klappentext:
Adam C. Oulay sucht DICH! 'Teile deine Kreativität, dein Trendgefühl und deinen Geschäftssinn mit mir – und vielleicht sogar noch mehr … BEWIRB DICH JETZT!' Wie weit würdest du für deinen Erfolg gehen? Wärest du bereit, ALLES zu tun, um dieses Casting zu gewinnen? Auch wenn du niemandem trauen kannst, außer deiner besten Freundin? Selbst dann, wenn euer beider Leben in Gefahr wäre? Es könnte DIE Chance sein – für eine von euch. Oder aber der Weg in die Hölle …
 
Erster Satz:
Es ist dunkel.
 
Meine Meinung:
Die Protagonistin Jazz, die die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt, hat vor, demnächst nach Australien zu reisen um dort ein Auslandsjahr zu absolvieren. Dennoch wird sie von ihrer besten Freundin Leena dazu überredet, erst einmal an einem Mode-Casting teilzunehmen, bei dem sogar beide Mädchen in die nächste Runde weiterkommen. Zusammen unter einem Dach mit anderen Teilnehmerinnen, die alles daran setzten, die Partnerin des geheimnisvollen Adam C. Oulay zu werden, kommt es schon bald zu Intrigen und Missgunst. Dabei ist das noch lange nicht alles, womit Jazz und Leena rechnen müssen. Sie merken bald, dass es sich bei dem Wettbewerb um etwas ganz anderes handelt...nämliches um ein perfides Spiel um Leben und den Tod!
 
Ich glaube, ich bin nicht die einzige, die sich von dem Buch auf jeden Fall mehr erwartet hat. Das Cover ist ein toller Eyecatcher, der einem sofort in das Blickfeld springt und bei dem man nicht ohne weiteres vorbeigehen kann. Der Klappentext klingt ebenso spannend und geheimnisvoll, sodass z.B. bei mir alle Alarmglocken schrillen und schreien: Stopp, nimm mich mit! Lese mich!!!
Und dann...dann kommt eben die große Enttäuschung! Ich muss ehrlich zugeben, dass ich schon lange nicht mehr, ein so monotones und langweiliges Buch gelesen habe:(
 
Die Idee, die die Autorin für ihren neuen Roman hatte, war absolut grandios, nur wurde sie anscheinend falsch umgesetzt. Das Potenzial wurde leider nur minimal genutzt und die Handlung plätschert auf Dauer vor sich hin, ohne dass überhaupt etwas nennenswertes passiert. Fast in der gesamten Geschichte geht es nur um die Modeschau, die Vorbereitungen, die Suche nach den perfekten Stoffen dafür etc. Anfangs gefiel es mir tatsächlich, in die Welt der Reichen einzutauchen und hinter die Kulissen zu blicken, doch mit der Zeit wurde einfach alles wiederholt und das wirklich in der GESAMTEN Handlung des Buches.
 
Das einzige, was die Geschichte interessant machte, war die Frage, wer hinter dem geheimnisvollen und erfolgreichen Geschäftsführer Adam C. Oulay steckt. Ich weiß nicht, wie es den anderen Lesern dabei ergangen ist, aber mir war schon von Anfang an klar, wer dieser Adam ist! Und als die große Enthüllung kam, konnte ich nur mit den Augen rollen und meinen Kopf schütteln. Es war so vorhersehbar!
 
Über die Charaktere bei "The Perfect" kann ich eig. auch nicht wirklich etwas gutes sagen. Wobei ich noch fand, dass manche Nebenfiguren mir sogar authentischer und lebendiger vorkamen als die Hauptprotagonistin Jazz selbst. Sie war in meinen Augen viel zu blass, nicht facettenreich genug und das sogar obwohl die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt wurde. Dabei hätte man doch eig. die Chance gehabt, sie dabei besser kennenzulernen.
Die Autorin konnte Jazz einfach nicht annährend greifbar und real für mich machen!
 
Den Schreibstil fand ich locker und leicht. Die Beschreibungen waren detailliert, ohne das man sich von ihnen überfordert und gelangweilt fühlte. Dass die Langeweile ziemlich bald dennoch eintrat, lag einzig und allein an der monotonen Handlung. Die Abwechslung boten allerdings ein paar Ideen, die ich erfrischend fand und die mein Interesse geweckt haben, nämlich z.B. die gutgebauten Kerle, die beim Adam C. Oulay beschäftigt waren und dafür sorgten, dass es den Teilnehmerinnen an nichts fehlte oder sie übermittelten ihnen weitere Regeln, an die sich die Mädchen halten sollten. Das Besondere an ihnen waren ihre Namen, denn diese wurden nie genannt. Stattdessen hat man sie allesamt nur nach den Tasten der Tastatur gerufen, wie z.B. F2, F1 oder F5. Auch trugen sie ständig Masken und wirkten somit um vieles geheimnisvoller.
 
 
 
Zitat:
"Seid ihr fertig?", fragte sie.
"Ja, sind wir", erwiderte ich, während ich mich gerade aufrichtete, ihr fest in die Augen sah und mich fragte, wie lange sie wohl schon in der Tür gestanden hatte.
 
Cover:
Das Cover finde ich sehr gelungen und es passt wirklich perfekt zum Titel und der Handlung des Buches. Zudem sieht das hier abgebildete Gesicht des hübschen Mädchen, Jazz sehr ähnlich.
 
Fazit:
The Perfect von Patricia Schröder enthält eindeutig zu viele langatmige Stellen, die sich monoton und dauerhaft in die Länge ziehen. Die Protagonistin ist zudem viel zu blass und nicht ausreichend ausgearbeitet worden. Auch die große Enthüllung zum Schluss trägt zu keinem "Aha"-Effekt und konnte mich in keiner Weise überraschen, da ich diesen Ausgang bereits zu Anfang vermutet habe. Die anderen Wendungen fand ich jedoch soweit in Ordnung, und es gab sogar eine Sache, die ich so nicht vorhersehbar fand.
Ich vergebe für "The Perfect" 3 von 5 möglichen Sternen, da mich die Geschichte leider nicht genug mitreißen und fesseln konnte und ich der Ansicht bin, dass zu viel Potenzial verschwendet wurde. Das Buch ist an sich aber ganz ok, man kann es ein Mal lesen, sollte aber von vornherein keine großen Erwartungen an die Geschichte legen, dann wird man nicht so wie ich, enttäuscht!
 
 
Über die Autorin:
 
Patricia SchröderPatricia Schröder hat sich gleich zwei ihrer Träume erfüllt. Sie lebt auf dem Land, genauer in einem alten Haus auf einer friesischen Warft mit Blick auf den Westerhever Leuchtturm. Und sie ist "eine richtige Autorin" geworden. Schröder, geboren 1960 in der Wesermarsch und aufgewachsen in Düsseldorf, schreibt Bücher für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, in denen es nicht nur um softe Themen geht. Mit dem Schreiben versetzt sie sich zurück in ihre eigene Jugend. Schröder hatte zunächst Textildesign studiert und eine Zeitlang in diesem Beruf gearbeitet, bevor sie - nach der Geburt ihrer beiden Kinder - mit dem Schreiben begann. Ihr erster Jugendroman erschien dann 1998. Etliche ihrer Bücher wurden in andere Sprachen - so z. B. ins Litauische, Tschechische und Serbische - übersetzt.