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Dienstag, 16. Januar 2018

REZENSION - The Amateurs - Wer zuletzt stirbt von Sara Shepard



Titel: Wer zuletzt stirbt 
Reihe: The Amateurs 
Autorin: Sara Shepard 
Erscheinungsdatum: 13. Februar 2017 
Band: 1
Seiten: 384
Verlag: cbt 
Preis: 9,99 Euro (Taschenbuch) 
8,99 Euro (Ebook) 
Wertung: 5 / 5





Die Wahrheit ist zum Sterben schön…

Aerin Kelly war elf, als ihre ältere Schwester Helena verschwand. Fünf Jahre später wird Helenas Leiche gefunden. Sechs Jahre später legt die Polizei den Fall zu den Akten, ohne einen Spur vom Mörder. Aerin macht sich auf eigene Faust auf die Suche. Über die Website Case Not Closed nimmt sie Kontakt zu zwei Teenagern auf, Seneca und Maddox, die ebenfalls Angehörige verloren haben. Gemeinsam versuchen sie, den Fall Helena zu lösen. Doch als ihre Nachforschungen voranschreiten, schwant ihnen, dass ihre Zusammenarbeit kein Zufall ist. Und dass etwas – oder jemand – alle drei Fälle verbindet …

Sonntag, 26. Februar 2017

(Rezension) Camp 21 - Grenzenlos gefangen von Rainer Wekwerth

 
Titel: Camp 21 - Grenzenlos gefangen
Autor: Rainer Wekwerth
Erscheinungsdatum: 5. Januar 2017
Verlag: Arena
Seiten: 352
Band: Einzelband
Preis: 16,99 Euro (Gebundene Ausgabe)
13,99 Euro (Ebook)
Wertung: 4 / 5
 
 
 
Bildergebnis für camp 21 grenzenlos gefangenMike und Kayla sind in Camp 21 gelandet. Sie kennen sich kaum
und mögen sich noch weniger. Durch elektronische Armbänder aneinander
gefesselt, ist es ihnen unmöglich, sich aus dem Weg zu gehen.
Entfernen sie sich zu weit voneinander, empfangen sie über die
Fessel quälende Schmerzimpulse. Während Kayla versucht mit der
Situation zurechtzukommen, ahnt Mike, dass im Camp etwas nicht
stimmt. Nach einem tödlichen Vorfall gelingt den beiden die Flucht.
Doch dies ist erst der Anfang einer atemberaubenden Jagd, denn die
Fesseln, die geheimen Experimente und die Liebe zueinander bilden
für Mike und Kayla ein gefährliches Netz, aus dem es kein Entkommen
zu geben scheint.
 
 
 
Es war heiß.
 
 
 
Auf den neuen Jugendthriller von Rainer Wekwerth bin ich vor allem durch das schöne, düstere Cover aufmerksam geworden. Die Farben schwarz, weiß und rot, die hier überwiegen, gefallen mir sehr und ergeben zusammen mit den auf dem Cover abgebildeten Protagonisten ein tolles Gesamtbild.
 
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht, da der Schreibstil des Autors fesselnd und sehr direkt ist. Er kommt jedes Mal perfekt auf den Punkt und die Schreibweise ist zudem noch passend zum Genre sehr jugendlich und daher hat man auch keine Schwierigkeiten, dem Geschehen zu folgen.
 
Die Handlung gefiel mir ebenso sehr, ich war von Anfang an von dem ganzen Geschehen gefesselt und konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen! Das gesamte Buch ist ein Wettlauf mit der Zeit und man ist als Leser zusammen mit den beiden sympathischen Protagonisten Mike und Kayla auf der Suche nach Antworten, denn in dem Erziehungslager Camp 21, in dem sie gelandet sind, geht es anscheinend nicht mit rechten Dingen zu. Ich war schon sehr gespannt zu erfahren, was hinter all den Geheimnissen steckt und was es auf sich hat mit den Handschellen, die als Foltermethode an den Jugendlichen angewendet wurde.
Leider fand ich die Ideen des Autors mit der Zeit nur wenig spektakulär, auch wenn die Spannung nie nachließ. Irgendwie hätte ich mit weitreichenden Folgen bzw. Verschwörungen und einer komplett anderen Auflösung der Story gerechnet, aber auch so bereitete mir die Geschichte ein Lesevergnügen.
 
Die Hauptcharaktere wurden wirklich super ausgearbeitet und ich konnte sie mir sehr gut vorstellen, da sie so authentisch und lebendig rüberkamen. Die Nebencharaktere waren für meinen Geschmack im Gegensatz zu Kayla und Mike dann aber doch viel zu blass und ergänzten die Geschichte nur unzureichend, was ich sehr schade fand.
 
 
 
"Camp 21 - Grenzenlos gefangen" konnte mich dank der rasanten und spannenden Handlung wirklich gut unterhalten und ich konnte das Buch tatsächlich gar nicht mehr aus der Hand legen! Ein paar Schwächen hatte die Story dennoch, deshalb gibt es von mir 4 von 5 Pusteblumen!
 

Mittwoch, 25. Januar 2017

(Reihenvorstellung) Night School von C.J. Daugherty

 
Reihe: Night School
Autorin: C.J. Daugherty
Verlag: Oetinger
Preis pro Band: 18,95 Euro (Gebundene Ausgabe)
                     9,99 Euro (Taschenbuch)
        8,99 Euro (Ebook)
Seiten pro Band: ca. 400
Wertung für die gesamte Reihe: 4 / 5


 
(Band 1 )
 
Das spurlose Verschwinden ihres Bruders hat Allie aus dem Gleichgewicht gebracht. Sie rebelliert und wird von ihren Eltern auf das Internat Cimmeria geschickt, wo nicht einmal Handys erlaubt sind. Schon bald findet sie Zugang zu einer Clique und wird von zwei Jungen umworben. Gleichzeitig häufen sich eigenartige Vorfälle auf Cimmeria, und als ein Mord geschieht, gerät Allie unter Verdacht. Auf der Suche nach dem wahren Mörder stößt sie auf eine mysteriöse Verbindung ihrer Mutter zur Schule und gerät selbst in Lebensgefahr. Wem kann sie jetzt noch trauen?


 
 
Reihenfolge:
 
Band 1 - Du darfst keinem trauen (Erscheinungsdatum: 1.Juli 2012)
 
Band 2 - Der den Zweifel sät (Erscheinungsdatum: 19. Februar 2013)
 
Band 3 - Denn Wahrheit musst du suchen (Erscheinungsdatum: 16. September 2013)
 
Band 4 - Um der Hoffnung willen (Erscheinungsdatum: 15. Mai 2014)
 
Band 5 - Und Gewissheit wirst du haben (Erscheinungsdatum: 17. Juli 2015)
 


 

 
Vor kurzem habe ich alle Bände der 5-teiligen Reihe "Night School" von C.J. Daugherty beendet, die mich nun mit gemischten Gefühlen zurücklässt. Es hat tatsächlich eine ganze Weile gedauert, bis ich alle Teile gelesen habe, da ich zwischendurch auch immer wieder andere Bücher und Rezensionsexemplar zum Abarbeiten und Lesen hatte.
 
Mit dem 1. Band von Night School habe ich, glaube ich, im Sommer begonnen und war absolut begeistert, sodass das Buch von mir auf jeden Fall die volle Punktzahl, nämlich 5 / 5 Pusteblumen bekommen hätte. Gleich daraufhin habe ich mit dem 2. Band angefangen und merkte aber, dass es im Grunde bis zum finalen Band oft immer wieder das gleiche geschah. Auch die vielen Geheimnisse wurden nach und nach aufgedeckt, sodass ich ab dem 3. Band endgültig das Gefühl hatte, nicht wirklich etwas neues zu erfahren. Dennoch hatten alle Bände (außer dem finalen 5. Band) einen ganz fiesen Cliffhänger, sodass ich sofort mit der Fortsetzung weiter machen musste um dann leider festzustellen, dass die Mittelbände eben eher wenig Spannung und eine etwas monotone Handlung zu bieten hatten.
Ein bisschen enttäuscht war ich noch von dem 5. Band, denn ich habe tatsächlich mit einem komplett anderen Ende gerechnet und der Abschluss der Autorin, der schon als weltbewegend angepriesen wurde, war in meinen Augen überhaupt nicht spektakulär. Die Lösung zum Schluss war viel zu einfach und ich fragte mich ernsthaft, warum der Autorin nicht etwas besseres eingefallen ist?
Dennoch kann ich mit gutem Gewissen sagen, dass ich diese Reihe geliebt habe und sie trotz der eher mittelmäßigen Zwischenbände und dem etwas enttäuschendem Ende richtig genossen habe!
 
Die korrupte Welt, in die uns die Autorin entführt und die Cimmeria Schule, die nur von reichen Schülern besucht wird und voller Geheimnisse steckt, konnten mich vollkommen in den Bann ziehen! Ich hatte so oft das Gefühl, mich in Cimmeria wie zu Hause zu fühlen und fieberte mit den wahnsinnig toll ausgearbeiteten Charakteren mit. Ich fand sie alle - die Haupt -, sowie Nebenprotagonisten fast schon unheimlich realistisch und lebendig.
Allie machte es mir anfangs nicht leicht, da sie wie eine pubertierende Zicke und Zeitbombe rüberkam, die den Eltern nach dem Verschwinden ihres Bruders nur noch Probleme machte und wegen ihres kriminellen Verhaltens des Öfteren von der Schule flog. Mit der Zeit hat sie sich jedoch zu einer jungen, starken und selbstbewussten Frau entwickelt, die später absolut nichts mehr mit der anfänglichen Allie zu tun hatte! Ich habe sie sehr bewundert und habe zusammen mit ihr gelacht, geweint und getrauert.
 
Nun bin ich natürlich am Boden zerstört, denn ich habe fast alle Protagonisten ins Herz geschlossen und die Trennung von ihnen nach dem 5. und aller letzten Band fiel mir sogar schwerer als gedacht! :(
 
Zum Schreibstil kann ich noch sagen, dass er mir gut gefallen hatte, denn er ist sehr detailliert und malerisch, sodass ich mir jeden Ort und jede nur erdenkliche Situation bestens vorstellen konnte. Auch wurde er jeder Person individuell angepasst und die Redensarten wirkten mal jugendlich, mal sehr reif und erwachsen.
 
 
 
Die Night School Reihe beginnt sehr mysteriös und geheimnisvoll, sodass man auf jeden Fall Lust auf eine Fortsetzung bekommt. Dennoch ist es der Autorin nicht gelungen, den Spannungsbogen in den Zwischenbänden aufrechtzuerhalten und so fand ich den Mittelteil eben nur - mittelmäßig und sogar fast schon überflüssig. Auch das Ende konnte mich nicht zu 100 % begeistern, aber trotzdem hat es auf jeden Fall Spaß gemacht, die 5 Bände dieser Jugendthriller - Reihe zu lesen! Die Ideen der Autorin waren spannend zu verfolgen und auch die Entwicklung der Charaktere war interessant zu beobachten. Wie gesagt, bin ich traurig, dass ich die Reihe schon beendet habe und ich werde die Protagonisten und Schüler von Cimmeria sehr vermissen!
 
Von mir gibt es 4 von 5 Pusteblumen für die gesamte Reihe!
 

 

Montag, 28. März 2016

(Rezension) Die längste Nacht von Isabel Abedi

 
Hallo meine lieben,
 
heute stelle ich euch ein Buch vor, das euch auf eine unvergessliche Reise durch Italien entführt:  
 
Die längste Nacht von Isabel Abedi
 
Klappentext:
Es sind nur ein paar Sätze in einem noch unveröffentlichten Manuskript, das Vita im Arbeitszimmer ihres Vaters findet - aber etwas an ihnen verzaubert und verstört die Siebzehnjährige gleichzeitig. Wenig später bricht sie mit ihren Freunden zu einer Fahrt quer durch Europa auf und stößt in Italien durch Zufall auf den Schauplatz des Manuskripts: Viagello, ein malerisches kleines Dorf. Der Ort strahlt für Vita eine merkwürdige Anziehungskraft aus, die noch stärker wird, als ihr der Seiltänzer Luca buchstäblich vor die Füße fällt. Auf den ersten Blick ist Luca für Vita etwas Besonderes, doch etwas an ihm und seiner Familie kann sie nicht fassen. Noch ahnt sie nicht, dass er sie auf eine Reise tief in ihre Erinnerungen führen wird, an deren Ende etwas steht, was einst in Viagello geschah - in jener längsten Nacht.
 
Erster Satz:
Früher habe ich nicht an Zufälle geglaubt.
 
Meine Meinung:
Nach dem bestandenen Abitur, macht sich die 17-jährige Vita, zusammen mit ihren besten Freunden, einen unvergesslichen Roadtrip durch Europa. Nach ihrem ersten Zwischenstopp in Italien, Florenz, entdeckt Vita ein kleines, malerisches Dorf namens Viagello, das sie wie magisch anzieht. Noch kann sie mit der Anziehungskraft nichts verbinden, außer der Tatsache, dass sie vor kurzem ein Manuskript gelesen hat, das ihr Vater, dem ein Verlag gehört, sich kategorisch geweigert hat, es zu veröffentlichen, da ihn die Geschichte rund um Viagello sehr verstört und aufgewühlt hat.
Obwohl Vita, laut ihren Eltern, noch nie in Italien gewesen ist, erinnert sie sich schon bald an etwas, das in dem kleinen Dorf passiert sein musste. Zusammen mit dem Italiener und Seiltänzer Luca sammelt sie Stück für Stück Puzzleteile um einem schrecklichen Familiengeheimnis auf die Schliche zu kommen.
 
Das Buch "Die längste Nacht" lässt mich leider mit gemischten Gefühlen zurück... Es hätte so gut sein können! HÄTTE!
Ich bin ein riesen Fan von Roadtrips - Büchern und die Art, wie die Autorin uns Italien schmackhaft gemacht hat, ist einfach wunderbar! Ich hatte während des Lesens die ganze Zeit Fernweh und habe mir in diesem Moment nichts sehnlicher gewünscht, als die Koffer zu packen und mich sofort auf den Weg nach Italien zu machen. Die Bilder, die dank der Autorin, in meinem Kopf entstanden sind, waren phänomenal und ich konnte fast schon die trockene und heiße Luft Italiens auf meiner Haut spüren.
Das hat Isabel Abedi auf jeden Fall sehr gut gemeistert. Allerdings gab es zwei Dinge, die mir in ihrem neuesten Roman leider abhanden gekommen sind.
 
Als erstes war das die Protagonistin Vita. Ich muss sagen, ich fand sie leider nicht besonders sympathisch, da sie mir dafür immer viel zu blass erschienen ist. Obwohl sie fast die gesamte Geschichte aus ihrer Sicht erzählt, blieb sie mir fern, unnahbar und nicht wirklich authentisch.
 
Auch die anderen Nebencharaktere fand ich nicht besonders optimal ausgearbeitet und facettenreich. Dennoch konnte ich mir ein gutes Bild von ihnen machen und sie mir vor Augen führen. Eine etwas ausführlichere Beschreibung ihrer Charaktereigenschaften hätte dennoch nicht geschadet.
 
Die Handlung ist mein zweiter Kritikpunkt. Auf der einen Seite, hat die Autorin das dunkle Geheimnis, das Vita und das Dorf Viagello verbindet, sehr spannend aufgebaut. Man erfährt zusammen mit der Protagonistin erst Stück für Stück, worum es sich handelt und als endlich die ersten Enthüllungen ans Licht kommen, ist man auf jeden Fall schockiert. Dennoch schafft die Autorin uns zu überraschen und weitere interessante Wendungen in die Geschichte einzubauen.
Die ganzen anderen Situationen, die nebenbei die Handlung ausfüllen, waren für meinen Geschmack jedoch etwas zu sehr in die Länge gezogen, sodass es viele Stelle im Buch gab, die ich eher so überflogen habe, da sie mich nicht fesseln konnten.
 
Ansonsten hat mir alles andere gut gefallen, auch der Schreibstil war wirklich schön. Die detaillierten Beschreibungen der malerischen Umgebung waren bildgewaltig und die vielen Emotionen, die die Autorin zum Ausdruck gebracht hat, waren immer passend dargestellt.
 
Zitat:
"Es gibt viele Formen von Liebe", sagte er. "Das ist das Kranke daran. Unser Verstand, der uns glauben machen will, dass Liebe sich in ein Raster sperren lässt. Aber Liebe ist frei, und Liebe bleibt immer Liebe, ganz egal, wem sie gilt."
 
Cover:
Das Cover finde ich wunderschön! Auch ohne den hübsch gestalteten Umschlag ist das Buch durch die knallige, gelbe Farbe ein Eyecatcher! Das ausgeschnittene Profil eines Mädchens, macht den Roman auf den ersten Blick auf jeden Fall zu etwas außergewöhnlichem, obwohl das Cover im Grunde schlicht gehalten wurde!
 
Fazit:
Ich und Vita konnten leider keine besten Freundinnen werden und auch die einigen langatmigen Stellen im Roman, trugen nicht zu meiner Begeisterung bei. Dennoch glänzt "Die längste Nacht" eindeutig durch eine besondere Atmosphäre und durch die Art, wie die Autorin das Land Italien beschreibt. Da möchte man einfach sofort die Koffer packen und aufbrechen um Vita auf ihren Roadtrip zu begleiten und ihr auch bei der Suche nach Antworten zu helfen.
Von mir gibt es 4 von 5 möglichen Sternen und ich freue mich auf weitere Bücher von Isabel Abedi!
 
 
Über die Autorin:
 
Isabel Abedi wurde 1967 in München geboren und ist in Düsseldorf aufgewachsen. Nach ihrem Abitur verbrachte sie ein Jahr in Los Angeles als Aupairmädchen und Praktikantin in einer Filmproduktion und ließ sich anschließend in Hamburg zur Werbetexterin ausbilden. In diesem Beruf hat sie dreizehn Jahre lang gearbeitet. Abends am eigenen Schreibtisch schrieb sie Geschichten für Kinder und träumte davon, eines Tages davon leben zu können. Dieser Traum hat sich erfüllt. Inzwischen ist Isabel Abedi Kinderbuchautorin aus Leidenschaft. Ihre Bücher, mit denen sie in verschiedenen Verlagen vertreten ist, wurden zum Teil bereits in mehrere Sprachen übersetzt und mit Preisen ausgezeichnet. Isabel Abedi lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

Hier geht es zur Webseite von Isabel Abedi:
www.isabel-abedi.de
 

Montag, 21. März 2016

(Rezension) The Perfect von Patricia Schröder

 
Hallo ihr lieben,
 
heute stelle ich euch einen Jugendthriller vor, der zwar sehr vielversprechend klingt, mich jedoch im Endeffekt leider nicht überzeugen konnte:
 
The Perfect von Patricia Schröder
 
Klappentext:
Adam C. Oulay sucht DICH! 'Teile deine Kreativität, dein Trendgefühl und deinen Geschäftssinn mit mir – und vielleicht sogar noch mehr … BEWIRB DICH JETZT!' Wie weit würdest du für deinen Erfolg gehen? Wärest du bereit, ALLES zu tun, um dieses Casting zu gewinnen? Auch wenn du niemandem trauen kannst, außer deiner besten Freundin? Selbst dann, wenn euer beider Leben in Gefahr wäre? Es könnte DIE Chance sein – für eine von euch. Oder aber der Weg in die Hölle …
 
Erster Satz:
Es ist dunkel.
 
Meine Meinung:
Die Protagonistin Jazz, die die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt, hat vor, demnächst nach Australien zu reisen um dort ein Auslandsjahr zu absolvieren. Dennoch wird sie von ihrer besten Freundin Leena dazu überredet, erst einmal an einem Mode-Casting teilzunehmen, bei dem sogar beide Mädchen in die nächste Runde weiterkommen. Zusammen unter einem Dach mit anderen Teilnehmerinnen, die alles daran setzten, die Partnerin des geheimnisvollen Adam C. Oulay zu werden, kommt es schon bald zu Intrigen und Missgunst. Dabei ist das noch lange nicht alles, womit Jazz und Leena rechnen müssen. Sie merken bald, dass es sich bei dem Wettbewerb um etwas ganz anderes handelt...nämliches um ein perfides Spiel um Leben und den Tod!
 
Ich glaube, ich bin nicht die einzige, die sich von dem Buch auf jeden Fall mehr erwartet hat. Das Cover ist ein toller Eyecatcher, der einem sofort in das Blickfeld springt und bei dem man nicht ohne weiteres vorbeigehen kann. Der Klappentext klingt ebenso spannend und geheimnisvoll, sodass z.B. bei mir alle Alarmglocken schrillen und schreien: Stopp, nimm mich mit! Lese mich!!!
Und dann...dann kommt eben die große Enttäuschung! Ich muss ehrlich zugeben, dass ich schon lange nicht mehr, ein so monotones und langweiliges Buch gelesen habe:(
 
Die Idee, die die Autorin für ihren neuen Roman hatte, war absolut grandios, nur wurde sie anscheinend falsch umgesetzt. Das Potenzial wurde leider nur minimal genutzt und die Handlung plätschert auf Dauer vor sich hin, ohne dass überhaupt etwas nennenswertes passiert. Fast in der gesamten Geschichte geht es nur um die Modeschau, die Vorbereitungen, die Suche nach den perfekten Stoffen dafür etc. Anfangs gefiel es mir tatsächlich, in die Welt der Reichen einzutauchen und hinter die Kulissen zu blicken, doch mit der Zeit wurde einfach alles wiederholt und das wirklich in der GESAMTEN Handlung des Buches.
 
Das einzige, was die Geschichte interessant machte, war die Frage, wer hinter dem geheimnisvollen und erfolgreichen Geschäftsführer Adam C. Oulay steckt. Ich weiß nicht, wie es den anderen Lesern dabei ergangen ist, aber mir war schon von Anfang an klar, wer dieser Adam ist! Und als die große Enthüllung kam, konnte ich nur mit den Augen rollen und meinen Kopf schütteln. Es war so vorhersehbar!
 
Über die Charaktere bei "The Perfect" kann ich eig. auch nicht wirklich etwas gutes sagen. Wobei ich noch fand, dass manche Nebenfiguren mir sogar authentischer und lebendiger vorkamen als die Hauptprotagonistin Jazz selbst. Sie war in meinen Augen viel zu blass, nicht facettenreich genug und das sogar obwohl die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt wurde. Dabei hätte man doch eig. die Chance gehabt, sie dabei besser kennenzulernen.
Die Autorin konnte Jazz einfach nicht annährend greifbar und real für mich machen!
 
Den Schreibstil fand ich locker und leicht. Die Beschreibungen waren detailliert, ohne das man sich von ihnen überfordert und gelangweilt fühlte. Dass die Langeweile ziemlich bald dennoch eintrat, lag einzig und allein an der monotonen Handlung. Die Abwechslung boten allerdings ein paar Ideen, die ich erfrischend fand und die mein Interesse geweckt haben, nämlich z.B. die gutgebauten Kerle, die beim Adam C. Oulay beschäftigt waren und dafür sorgten, dass es den Teilnehmerinnen an nichts fehlte oder sie übermittelten ihnen weitere Regeln, an die sich die Mädchen halten sollten. Das Besondere an ihnen waren ihre Namen, denn diese wurden nie genannt. Stattdessen hat man sie allesamt nur nach den Tasten der Tastatur gerufen, wie z.B. F2, F1 oder F5. Auch trugen sie ständig Masken und wirkten somit um vieles geheimnisvoller.
 
 
 
Zitat:
"Seid ihr fertig?", fragte sie.
"Ja, sind wir", erwiderte ich, während ich mich gerade aufrichtete, ihr fest in die Augen sah und mich fragte, wie lange sie wohl schon in der Tür gestanden hatte.
 
Cover:
Das Cover finde ich sehr gelungen und es passt wirklich perfekt zum Titel und der Handlung des Buches. Zudem sieht das hier abgebildete Gesicht des hübschen Mädchen, Jazz sehr ähnlich.
 
Fazit:
The Perfect von Patricia Schröder enthält eindeutig zu viele langatmige Stellen, die sich monoton und dauerhaft in die Länge ziehen. Die Protagonistin ist zudem viel zu blass und nicht ausreichend ausgearbeitet worden. Auch die große Enthüllung zum Schluss trägt zu keinem "Aha"-Effekt und konnte mich in keiner Weise überraschen, da ich diesen Ausgang bereits zu Anfang vermutet habe. Die anderen Wendungen fand ich jedoch soweit in Ordnung, und es gab sogar eine Sache, die ich so nicht vorhersehbar fand.
Ich vergebe für "The Perfect" 3 von 5 möglichen Sternen, da mich die Geschichte leider nicht genug mitreißen und fesseln konnte und ich der Ansicht bin, dass zu viel Potenzial verschwendet wurde. Das Buch ist an sich aber ganz ok, man kann es ein Mal lesen, sollte aber von vornherein keine großen Erwartungen an die Geschichte legen, dann wird man nicht so wie ich, enttäuscht!
 
 
Über die Autorin:
 
Patricia SchröderPatricia Schröder hat sich gleich zwei ihrer Träume erfüllt. Sie lebt auf dem Land, genauer in einem alten Haus auf einer friesischen Warft mit Blick auf den Westerhever Leuchtturm. Und sie ist "eine richtige Autorin" geworden. Schröder, geboren 1960 in der Wesermarsch und aufgewachsen in Düsseldorf, schreibt Bücher für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, in denen es nicht nur um softe Themen geht. Mit dem Schreiben versetzt sie sich zurück in ihre eigene Jugend. Schröder hatte zunächst Textildesign studiert und eine Zeitlang in diesem Beruf gearbeitet, bevor sie - nach der Geburt ihrer beiden Kinder - mit dem Schreiben begann. Ihr erster Jugendroman erschien dann 1998. Etliche ihrer Bücher wurden in andere Sprachen - so z. B. ins Litauische, Tschechische und Serbische - übersetzt.

Donnerstag, 10. März 2016

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Hallo ihr lieben!
 
Ich habe mir gedacht, dass es den einen oder anderen von euch interessieren könnte, was ich momentan lese:) Ich habe mich nämlich dazu entschlossen, euch meine aktuelle Leselektüre regelmäßig vorzustellen, nachdem ich das irgendwie monatelang total verpasst habe!
 
Gerade lese ich wieder 3 Bücher parallel:
 
 
Heute habe ich ein unglaublich tolles Buch beendet "Die Verwandten Seelen" und fange sogleich mit "Die ummauerte Stadt" an. Ich bin schon ganz gespannt, wie mir dieser dystopische Roman denn gefallen wird. Bis jetzt habe ich öfter gehört, dass er nichts für schwache Nerven ist, deshalb macht mich diese Geschichte schon unglaublich neugierig.
"Saymon´s Silence" finde ich bis jetzt sehr interessant und auch spannend, wobei ich noch nicht sehr weit bin! "The Perfect" ist dagegen bis jetzt noch relativ zäh und es passiert nach über 150 Seiten nicht wirklich etwas, aber so langsam habe ich eine schlimme Vermutung und bin gespannt, was hinter dem Casting wirklich steckt, an dem die Protagonistin teilnimmt.
 
Hier sind noch die Klappentexte:
 
 
Die ummauerte Stadt von Jan Reschke
 
Klappentext:
Seit dem Zusammenbruch der alten Weltordnung sind die Menschen in der Ummauerten Stadt einer totalitären Kontrolle ausgeliefert. Während Ausgangsperren, Wohnungsenteignungen und Verarmung zum Alltag gehören, riskiert Jeremiah mit dem Sammeln von Elektroschrott und Altmetall in den Außenbezirken regelmäßig sein Leben. Obwohl er sich im Besitz von diesen begehrten Tauschobjekten befindet, sehnt er sich danach, aus der Ummauerten Stadt zu entkommen, in der Nahrungs- und Sauerstoffversorgung kontrolliert und Menschen wie Vieh gehalten werden. Zusammen mit Bezirkskommunikator Goran begehrt Jeremiah gegen das System auf. Doch was wird ihn der Wunsch nach Freiheit kosten?
 
 
Saymon´s Silence - New Horizont von Jennifer A. Jager
 
Klappentext:
Liebe überwindet die Mauern des Schweigens.

Verstummt und verweist, führt Saymon ein Leben in den Trümmern unserer Welt. Sein Dasein fristet er zurückgezogen von den Menschen, denn er ist keiner von ihnen. Er ist ein Vexs, ein Bewohner von New Horizon - dem Paradies inmitten der Zerstörung. Als Saymon aber erfährt, welche Opfer gebracht werden sollen, um Frieden und Wohlstand in dieser Stadt zu bewahren, kämpft er gegen das Unrecht an. Er wehrt sich gegen den Verlust der Werte, die als Grundlage für eine neue Weltordnung dienen sollten, und ahnt dabei nicht, dass er selbst die Waffe der Zerstörung in sich trägt.
 
 
The Perfect von Patricia Schröder
 
Klappentext:
Adam C. Oulay sucht DICH!
'Teile deine Kreativität, dein Trendgefühl
und deinen Geschäftssinn mit mir –
und vielleicht sogar noch mehr …
BEWIRB DICH JETZT!'

Wie weit würdest du für deinen Erfolg gehen?
Wärest du bereit, ALLES zu tun,
um dieses Casting zu gewinnen?
Auch wenn du niemandem trauen kannst,
außer deiner besten Freundin?
Selbst dann, wenn euer beider Leben in Gefahr wäre?
Es könnte DIE Chance sein – für eine von euch.
Oder aber der Weg in die Hölle …
 
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Und was lest ihr denn gerade so schönes?