Posts mit dem Label Phoenix werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Phoenix werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 19. Mai 2016

(REZENSION) Phönix Akademie - Der Schwarze Phönix von I. Reen Bow

 
 
 
Robin trägt den Tod in ihrem Blut, denn sie ist ein schwarzer Phönix. Menschen haben Angst vor dem Sterben und somit fürchten sie auch das Mädchen, das ihr Leben lang schon auf der Flucht ist. Sesshaft zu werden, bedeutet für sie, ihre Freiheit zu verlieren und ihrer düsteren Magie nachzugeben. Nicht alle meiden sie – es gibt Personen, die sie jagen und mit aller Gewalt brechen wollen, um ihre Magie zu nutzen. Dennoch stellt sie sich ihren Ängsten und geht zur Phönixakademie. Für sie ist das der einzig sichere Ort, denn die gewaltige fliegende Magieschule ist in ständiger Bewegung und wird gut beschützt. Doch was wird der Preis für ihren Aufenthalt sein, den sie zahlen muss? Ihre Freiheit?
 
 
 
Das schwarze Feuer strahlte eine eisige Kälte aus, die die Haut durch das Gefrieren verbrannte.
 
 
 
Der Auftakt der Phönix Akademie stand seit dem Erscheinungstag ganz oben auf meiner Wunschliste und als ich es von der Autorin sogar als Rezensionsexemplar zugeschickt bekommen habe, habe ich mich unglaublich darüber gefreut! (An dieser Stelle noch einmal vielen lieben Dank!)
 
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich nicht oft Bücher mit so kurzen Bänden lese. "Der schwarze Phönix" enthält gerade mal 61 Seiten und obwohl mich der Klappentext auf Anhieb angesprochen hat, stand ich erstmal etwas skeptisch dieser neuen Reihe gegenüber. Das Problem bei eShorts und generell kurzen Serien, ist eben, dass die Charaktere nicht genug Raum bekommen, um sich zu entwickeln, damit wir ihr Verhalten nachvollziehen können. Meist bleiben die Romanfiguren auch leider ziemlich blass und die Geschichte ist dagegen viel zu rasant und ohne Tiefgang.
Bei dem 1. Band der Phönix Akademie war das jedoch zum Glück überhaupt nicht der Fall! Die Autorin hat einen grandiosen Auftakt hinterlegt, der absolut süchtig macht!
 
Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, sodass wir auch auf den wenigen Seiten alle wichtigsten Charaktere sehr gut kennen lernen dürfen. Das war bei dieser Buchlänge wohl ein cleverer Schachzug seitens der Autorin!
Ich habe alle Protagonisten ins Herz geschlossen und fand sogar den Anti-Helden der Geschichte auf jeden Fall faszinierend!
 
Robin fand ich von allen am sympathischsten und konnte mich am besten in sie hineinversetzten. Sie ist auch die Hauptfigur, um die sich alles dreht. Einerseits verfügt sie über Kräfte, die einem Angst machen können, dennoch kann man auch einfach nicht anders, als sie zu mögen.
Auch die anderen Charaktere wurden sehr gut und facettenreich ausgearbeitet, sodass ich mir von jeder einzelnen Person in dem Buch ein Bild machen konnte.
 
Die Handlung ist sehr spannend! Der Leser wird gleich zu Anfang in ein Strudel voller Ereignisse geworfen, denen man auch ohne lange Erklärungen, super folgen kann! So erkennt man auch sofort die Problemthematik und weiß bereits auf wenigen Seiten, wohin die Geschichte ungefähr führt.
 
Die Idee mit dem Internat finde ich an sich nicht unbedingt neu, dennoch hat die Autorin viel Phantasie besessen um eine eigenständige Handlung voller magischer Elemente zu erschaffen!
 
Der Schreibstil ist flüssig, locker und fesselnd. Als Leser bekommt man einfach nicht genug davon und ich freue mich schon darauf, eine weitere Reihe der Autorin zu lesen - Nebelring - die sie unter einem anderen Pseudonym (Anna Moffey) veröffentlicht hat.
 
Das Ende hat einen fiesen Cliffhänger sodass man einfach sofort mit dem 2. Band anfangen möchte! Zum Glück ist dieser bereits erschienen und der 3. Teil folgt auch in Kürze!

 
 
 
Als er das dunkle Haar der jungen Frau aus seinem Blickfeld verschwinden sah, spürte er den elektrisierenden Funken von Feuermagie von ihr ausgehen. Sie war regelrecht geladen und sie könnte jeden verletzen, der sich ihr in den Weg stellte.
Sie ist der schwarze Phönix, dachte Aves, als er völlig ausgelaugt die Augen schloss.
 
 
 
Wow, das Cover ist ein unglaublich toller Eyecatcher, der sofort auffällt! Zudem passt das Bild der hübschen Robin mit ihren schwarzen Haaren und grünen Augen, sowie die goldenen Phönixflügel unten rechts, perfekt zum Inhalt!
 
 
 
*magisch, spannend, beeindruckend*
 
 
 
Der Auftakt der Phönix Akademie ist mit seinen 61 Seiten ein genussvoller Häppchen für zwischendurch - denkt man sich! Das Buch ist aber dennoch viel mehr als das, denn es bietet eine wahnsinnig tolle Vielfalt an Ideen und vor allem Emotionen, die einen mitreißen und bewegen. Die Charaktere fand ich allesamt sehr sympathisch und authentisch und die spannende Handlung hatte es wirklich in sich! Deshalb gibt es von mir 5 von 5 möglichen Blumen und ich kann diese neue Serie jedem Fantasy - Fan ans Herz legen, auch Skeptikern und Viellesern, die wie ich am Anfang, eher Abstand vor so kurzen Bänden halten! Es lohnt sich auf jeden Fall, die "Phönix Akademie" zu lesen um in eine faszinierende Welt einzutauchen!
Aber Achtung! Diese Reihe macht absolut süchtig! Ich hab euch ja vorgewarnt! :D  
 
 
 
 


Die Welt ist unheimlich schnell geworden, aber auch bunter und magischer. Man hat viele Möglichkeiten, die Schönheit der Welt zu ergründen. Doch weil man die ganze Zeit abgelenkt wird, kommt man kaum noch zum intensiven Lesen. Deswegen hat sich die Autorin I. Reen Bow überlegt, eine Serie zu schreiben, die monatlich in kleinen Häppchen erscheint und sich in die schnelle Welt integrieren lässt.
Mehr über die Autorin und ihre Phönixakademie-Serie gibt es unter: https://www.facebook.com/ireenbow
 
 
 
 

Der schwarze Phönix, Band 1 erschienen am 31.03.2016
Funkenspiegel, Band 2 am 29.04.2016
Band 3 erscheint demnächst!

*****

An dieser Stelle bedanke ich mich bei der Autorin für das tolle Rezensionsexemplar!

Dienstag, 23. Februar 2016

(Rezension) Phoenix - Tochter der Asche von Ann - Kathrin Karschnik

 
Hallo ihr lieben,
 
heute gibt es mal wieder eine neue Rezension von mir, diesmal zu einem gelungenen, aber etwas ungewöhnlichen Auftakt einer neuen Fantasy - Trilogie:
 
Phoenix - Tochter der Ache von Ann-Kathrin Karschnik
 
An dieser Stelle bedanke ich mich bei dem Papierverzierer Verlag für das tolle Rezensionsexemplar!
 
Klappentext:
Europa liegt nach einem fehlgeschlagenen Experiment im Jahr 1913 und diversen Kriegen mit Amerika in Trümmern. Mithilfe des damals führenden Wissenschaftlers Nicola Tesla bauten die Saiwalo, eine überirdische Macht, Europa langsam wieder auf. 120 Jahre später erschüttert eine Mordserie Hamburg, die sich niemand erklären kann. Leon, ein Anhänger der Saiwalo und Mitglied der Kontinentalarmee, wird auf die Fälle angesetzt und trifft bei seinen Ermittlungen auf die rätselhafte Tavi. Wer ist sie und wieso ist sie so fest von der Schuld der Saiwalo an den Morden überzeugt?
 
Erster Satz:
Das Experiment hatte alles verändert, dachte Tavi bitter und warf einen gehetzten Blick um die Hausecke.
 
Meine Meinung:
Auf dieses Buch wurde ich schon vor längerer Zeit aufmerksam, vor allem dadurch, dass der Auftakt der Trilogie ein wunderschönes Cover besitzt, das einerseits sehr düster und mystisch wirkt und auf der anderen Seite eben etwas an sich hat, das einen fesselt. Auch der Klappentext hört sich, finde ich, sehr spannend an, deshalb habe ich mich natürlich sehr gefreut, dass ich dieses Buch für den Papierverzierer Verlag lesen & rezensieren durfte.
 
Der Einstieg in die sehr triste und graue Geschichte, fiel mir recht leicht. Ich konnte mir die Welt, die die Autorin Ann-Kathrin Karschnik erschaffen hat, sehr gut vorstellen. Wir befinden uns in einem Europa, in dem nur Deutsch gesprochen wird. Es gibt zwar vereinzelt andere Dialekte und Sprachen, die noch nicht ganz ausgestorben sind, dennoch sind diese sehr schwer anzutreffen. Für die universelle Sprache sind die sogenannten Saiwalo verantwortlich, die nach dem fehlgeschlagenen Experiment im Jahr 1913 und unzähligen Kriegen, diese in ganz Europa eingeführt haben. Zwar haben die Saiwalo auch die zerstörten Städte teilweise wieder aufgebaut, aber es herrscht trotzdem bittere Armut. Die Menschen haben schon längst vergessen, was Freiheit bedeutet und arbeiten für einen niedrigen Lohn sehr hart. Zudem darf sich niemand aussuchen, was er später werden möchte und in welcher Branche er in Zukunft tätig wird. Jeglicher Arbeitsplatz wird den Menschen nur durch die Saiwalo - Regierung zugeteilt.
Die Saiwalo und ihre Behörden jagen zudem auch übernatürliche Wesen, wie z.B. die unsterblichen Phoenix. Eine von ihnen ist die über 2000 Jahre alte Tavi, die immer noch wie Mitte 20 aussieht.
Der klugen, freiheitsliebenden Frau ist es bis jetzt immer gelungen, sich zusammen mit ihrem Ziehsohn zu verstecken und nicht aufzufliegen. Als eine schlimme Mordserie ganz Hamburg erschüttert, muss sie sich dringend auf die Suche nach dem Mörder machen, um ihren Sohn zu retten, da die beiden in diese schlimmen Ereignisse verwickelt sind. Doch diesmal hat Tavi nicht so viel Glück und wird von Leon, dem Anhänger von Saiwalo und Mitglied der Kontinentalarmee verdächtigt, diese Morde begangen zu haben. Sie muss ihn so schnell wie möglich vom Gegenteil überzeugen, denn ihr jahrhundertealtes Geheimnis droht, enthüllt zu werden. Zudem läuft der Mörder immer noch auf freiem Fuß...
 
Die Protagonistin Tavi fand ich von Anfang an sympathisch. Da sie schon seit über 2000 Jahren auf dieser Welt weilt, hat sie natürlich viel gesehen und somit ist ihr die Herrschaft der Saiwalo, die die Menschen im Grunde unterdrücken, obwohl sie das Gegenteil behaupten, ein Dorn im Auge. Ihre Absichten hat sie längst durchschaut, was man von dem "Kommissar" Leon leider nicht behaupten kann. Im Gegensatz zu Tavi ist er zwar auch klug, aber auf der anderen Seite auch sehr naiv, da er schon fast fanatisch den Saiwalo folgt und all ihre Gesetzte für bare Münze nimmt. Aus diesem Grund hat es lange gedauert, bis ich ihn anfing zu mögen. Seine Einseitigkeit hat mich oft in den Wahnsinn getrieben, aber dennoch konnte ich sein Verhalten und seine Treue gegenüber den Saiwalo nachvollziehen.
 
Die anderen Nebencharaktere fand ich leider nicht so gut ausgearbeitet, auf der anderen Seite war das aber auch nicht nötig gewesen, da die Geschichte sich hauptsächlich nur um Tavi und Leon dreht und all die anderen Personen agieren demzufolge stark im Hintergrund.
 
Die Liebesgeschichte, die sich sehr vorhersehbar entwickelt hat, fand ich dennoch wirklich schön und prickelnd. Da ich ein Fan von jeglichen Liebesgeschichten in Büchern bin, war mir diese natürlich willkommen:) Dennoch nimmt die Liebe nicht einen großen und bedeutenden Platz im Geschehen ein, sondern entwickelt sich parallel zu vielen anderen spannenden Geschehnissen.
 
Der Auftakt der Trilogie ist eine etwas ungewöhnliche Mischung aus Dystopie, Teslapunk, Krimi und Fantasy. Ich muss sagen, dass mir die Vielfalt an den Elementen sehr gut gefallen hat und das obwohl ich z.B. eine Abneigung gegen Kriminalromane hege. Ich war sogar sehr gespannt darauf zu erfahren, wer hinter all den Morden steckt und warum all die brutalen Taten ausgerechnet etwas mit Tavi zu tun haben.
 
Der Schreibstil der Autorin ist zwar meist flüssig und locker, dennoch weist er leider einige Längen auf und zudem habe ich oft das Gefühl gehabt, dass vieles unzureichend erklärt wurde. Deshalb hätte ich mir gern mehr Hintergrundinformationen gewünscht.
Dennoch sind die Beschreibungen im Buch detailliert und dadurch konnte ich mir zumindest die düstere Welt, die die Autorin erschaffen hat, bestens vorstellen.
 
Die Idee mit den Saiwalo, die damals mit dem führenden Wissenschaftler Nicola Tesla, die neue, brutale Welt aufgebaut haben, fand ich sehr interessant. In meinen Augen wurde diese Idee auch optimal umgesetzt und zudem gab es so manche eigenständige Elemente, die mir sehr gut gefielen.
Was ich an dem Buch außerdem toll fand, war die Art, wie die Autorin gekonnt viele Gefühle, wie z.B. Liebe, Glück, Trauer und Schmerz vermittelt hat. Es gab viele Stellen, die mich persönlich berührt haben und das ist meist in so rasanten Dystopien eher weniger der Fall. Bei Phoenix sind dennoch viele Emotionen und Spannung vorprogrammiert und garantiert!
 
Zum Schluss kann ich noch sagen, dass das Ende einen fiesen Cliffhänger hat und ich möchte natürlich gerne wissen, wie es nun weiter geht!
 
 
Zitat:
Die Schuld lag schwer auf ihrer Seele und egal wie lange sie leben würde: Ein unsterbliches Leben würde niemals ausreichen, um sie verschwinden zu lassen.
 
Cover:
Das düstere Cover gefällt mir wirklich sehr gut. Es ist ein absoluter Eyecatcher, an dem man nur schwer vorbei gehen kann. Zu sehen ist die hübsche Tavi mit ihren Phoenix - Flügeln, wie sie auf den Dächern von Hamburg einen Blick über die immer noch teilweise zerstörte Stadt wirft. In der Hand hält sie einen Dolch, der in der Geschichte eine Rolle spielt.
 
Fazit:
"Phoenix - Die Tochter der Asche" ist ein rundum gelungener Auftakt. Trotz kleiner Schwächen, wie z.B. einigen Stellen, die sich in die Länge zogen, konnte mich dieses Buch auf jeden Fall positiv überraschen, mitreißen und fesseln. Ich kann die Geschichte jedem Fantasy-Fan empfehlen, sowie allen, die gerne Dystopien lesen! Von mir gibt es 4 von 5 möglichen Sternen und ich freue mich schon auf die Fortsetzung!
 
 
Über die Autorin:
 
Ann-Kathrin KarschnickAnn-Kathrin Karschnick ist 30 Jahre alt und lebt in Schleswig-Holstein. Wenn sie nicht gerade im Dickicht herumkraucht, um einen Geocache zu finden oder Jugendlichen Erste-Hilfe beim Jugendrotkreuz beibringt, schreibt sie auf dem täglichen Weg zum Brotjob an Fantasy- und Erotikromanen. Sie hat bereits diverse Kurzgeschichten und Romane veröffentlicht. Sie hat schon auf dem Literaturfest in Meißen, der Leipziger Buchmesse, in Luxemburg, den Phantasie-und Mittelaltertagen in Saarbrücken und auf etlichen Convention und Messen gelesen. Zudem arbeitet sie als Herausgeberin von Anthologien und als Übersetzerin.

2014 und 2015 gewann Sie den Hombuch-Preis in der Kategorie "Beste deutschsprachige Fantasyautorin". Ihr Roman "Phoenix-Tochter der Asche" legte im Herbst 2014 nach und gewann den Deutschen Phantastik-Preis 2014 in der Kategorie "Bester deutschsprachiger Fantasyroman".
Der Nachfolgeroman "Phoenix-Erbe des Feuers" hat den 2. Platz beim Deutschen Phantastikpreis 2015 gemacht.

Ihr Roman "Phoenix-Tochter der Asche" ist eine ungewöhnliche Mischung aus Teslapunk, Dystopie und Krimi.