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Freitag, 29. Juli 2016

(Rezension) Dark Angel´s Summer - Das Versprechen von Kristy Spencer / Tabita Lee Spencer

 
 
Es ist der Sommer, in dem Dawna und Indie beide 17 Jahre alt sind - vertraute, verrückte, beunruhigende 33 Tage lang. Gemeinsam mit ihrer Mutter kehren sie zur Oase ihrer Kindheit zurück: Whistling Wing, voll mit Erinnerungen an die geliebte Granny. Aber diese ist seit einem Jahr tot und Whistling Wing hat sich verändert. Nicht jeder hier spielt mit offenen Karten, Freund und Feind lassen sich immer schwerer voneinander unterscheiden und ein Schwarm unheimlicher Vögel sorgt für Unruhe und Angst unter den Einwohnern. Fast ist es zu spät, als Indie und Dawna beginnen, zu verstehen, was geschieht. Und erkennen, welches unglaubliche Opfer sie bringen müssen, um das aufzuhalten, was sich über ihnen zusammenbraut. Wie weit würdest du gehen, um den Menschen zu retten, der dir am wichtigsten ist?
 
 
 
Wir sitzen zusammengequetscht vorne im alten Pick - up meiner Mutter.
 
 
 
"Dark Angel´s Summer - Das Versprechen" ist der erste Band einer bereits etwas älteren Mystery - Trilogie, die lange Zeit auf meiner Wunschliste stand. Als ich das Buch dann letztens bei meiner Onleihe, die ich erst seit kurzem nutze, entdeckt habe, musste ich natürlich gleich zugreifen und mir das eBook ausleihen. Im Nachhinein bin froh, dass ich mir die Trilogie nicht gekauft habe, denn die weiteren 2 Bände werde ich wahrscheinlich wohl nicht mehr lesen :(
 
Der Klappentext hörte sich auf jeden Fall sehr interessant an und auch das Cover ist hübsch anzusehen und stellt eine Verbindung zum Inhalt dar.
Der Einstieg in das Buch fiel mir ziemlich leicht und ich war schon sehr gespannt auf die Geschichte, die mich hier erwarten würde.
 
Indie und Dawna sind Schwestern und zwischen ihnen liegt ein Jahr Altersunterschied. Im Sommer jedoch gibt es aber genau 33 Tage, an denen beide gleich alt sind. In dieser Zeit passieren seltsame Dinge und die beiden Schwestern können auch die Gedanken der anderen hören. In diesem Sommer kehren sie mit ihrer etwas durchgeknallten Mutter, die einer Art spiritueller Sekte angehört, nach Whistling Wing, wo vor einem Jahr ihre geliebte Großmutter verstorben ist. Ihr Tod ist aber nicht das einzige Rätsel - denn in der Kleinstadt ereignen sich weitere mysteriöse Vorfälle und Dawne und Indie sind auf der Spur nach der gefährlichen Wahrheit...
 
Die beiden Schwestern sind recht unterschiedlich und das merkt man vor allem an ihrer Erzählweise, denn die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive der beiden dargestellt. Dawna fand ich auf jeden Fall viel sympathischer als Indie, die es mir leider wirklich nicht leicht gemacht hatte. Sie wirkt wie ein Mädchen mitten in der frühen Pubertät, ist unglaublich zickig und flucht was das Zeug hält. Mit ihrer Ausdrucksweise konnte ich oft nichts anfangen und um ehrlich zu sein, nervte diese nur noch. Auch ihre Abneigung gegenüber Hunden/ Wölfen und Zigeunern fand ich übertrieben und nicht angemessen.
 
Indie und Dawna waren für mich stellenweise nicht greifbar und immer etwas blass geblieben. Auch die anderen Charaktere haben zwar ihre Besonderheiten aber allzu facettenreich fand ich da leider keinen von ihnen.
 
Die Handlung fing sehr mysteriös und spannend an, auch wenn ich fand, dass der 1. Band leider viele Längen zu bieten hat. Somit musste ich das Buch öfter aus der Hand legen um mich lieber anderen Romanen zu widmen. Dennoch wollte ich natürlich wissen, was es auf sich hat mit den schwarzen, riesigen Vögeln, die sogar den Menschen gefährlich wurden. Auch weitere ungelöste Geheimnisse waren immer ein Ansporn für mich weiter zu lesen, auch wenn mich das Buch stellenweise langweilte oder die Protagonistinnen mich mit ihrem unreifen Verhalten in den Wahnsinn trieben.
 
Das Ende macht auf jeden Fall neugierig auf die Fortsetzung, ich denke aber, dass ich in absehbarer Zeit diese leider nicht lesen werde, denn so gut hat mir der 1. Band dieser Trilogie dann doch nicht gefallen:(

 
 

    
 
Dark Angel´s Winter:
 
Band 1 - Das Versprechen
Band 2 - Die Versuchung
Band 3 - Die Erfüllung


 
"Dark Angel´s Summer - Das Versprechen" ist ein teilweise sehr spannender Reihenauftakt, den ich trotz einiger Schwächen ganz in Ordnung fand. Obwohl ich über die Protagonistinnen, vor allem über Indie fast ständig den Kopf schütteln musste und ihr Verhalten nicht immer nachvollziehen konnte, hat mir die düstere und mysteriöse Stimmung im Buch auf jeden Fall angetan.
 
Von mir gibt es deshalb 3 von 5 möglichen Blumen, die ich absolut verdient finde!
 
 


Freitag, 27. Mai 2016

(Rezension) Pandora - Wovon träumst du von Eva Siegmund

 
  
 
Sophie lebt in einer Welt, in der alle durch einen Chip im Kopf jederzeit unbeschwert online gehen können. Als sie erfährt, dass sie adoptiert ist und eine Zwillingsschwester hat, erkunden die Mädchen damit ihre Vergangenheit – und stoßen schon bald auf seltsame Geheimnisse. Ihre Recherchen bringen den Sandman auf ihre Spur. Er will die Menschheit mithilfe eines perfekt getarnten Überwachungssystems beherrschen, und nur die Zwillinge können ihn und seine allmächtige NeuroLink Solutions Inc. zu Fall bringen. Doch das bringt sie in höchste Gefahr.
  
 
 
Der Bahnhof Friedrichtstraße war komplett abgesperrt, als ich ihn erreichte.
 
 
 
Sophie und Liz sind Zwillinge, die getrennt voneinander in einer nicht allzu ferner Zukunft in Berlin leben und von der Existenz der anderen nichts wissen. Als eines Tages die Wahrheit über ihre Familie ans Licht kommt und sie sich zum ersten Mal gegenüber stehen, ist das vorerst ein Schock für die 17-jährigen Mädchen, die außer dem Aussehen und der Blutlinie wohl nichts gemeinsam zu haben scheinen. Doch ein düsteres Geheimnis aus ihrer beider Vergangenheit schweift die Schwestern zusammen und sie setzen alles daran, die Lügen und Unwahrheiten aufzudecken, sogar als ihr Leben bereits in Gefahr schwebt...
 
Die Welt, die die Autorin erschaffen hat, ist futuristisch und absolut faszinierend. So z.B. ist in nicht allzu ferner Zukunft ein IPhone 8 bereits ein altes Handymodel, das niemand mehr freiwillig benutzen würde. Stattdessen lassen sich die Menschen sogenannte SmartPorts implantieren und das virtuelle Leben findet dann nur im Kopf statt. Auch viele andere Ideen und Aspekte gefielen mir sehr gut und ich habe den leicht dystopisch angehauchten Roman sehr genossen.
Das Thema "Online-Überwachung" fand ich absolut aktuell und es brachte mich auf jeden Fall zum Nachdenken, auch nachdem ich "Pandora" bereits beendet habe.
 
Die Handlung findet in Berlin statt und vieles unterscheidet sich im Grunde auch kaum von der Gegenwart. Wir bekommen zwar zu Anfang mit, dass Berlin unter Terroranschlägen leidet, aber leider ist das eig. auch schon alles was die Autorin preisgibt. Das fand ich persönlich sehr schade, denn ich hätte nämlich gern mehr über unser Land in der Zukunft erfahren, und das politische Bild würde mich auch interessieren. Ansonsten fing die Handlung sehr spannend an, es gab viele Rätsel und Geheimnisse, die mich unheimlich neugierig gemacht haben. Zum Ende hin und im weiteren Verlauf, fand ich die Wendungen aber leider weniger überraschend und es gab auch einige Stellen, die mir langatmig vorgekommen sind.
 
Die Hauptprotagonistinnen sind Sophie und Liz und sie erzählen die Geschichte jeweils abwechselnd aus ihrer Sicht. Es gab auch noch zudem weitere Perspektiven, die oft mehr Fragen als Antworten aufwarfen und ich mir nicht immer sicher war, von wem jetzt das Kapitel ganz genau handelt, aber diese Erzählweise war dennoch interessant.
Sophie fand ich am Anfang sehr sympathisch. Sie hatte es nicht leicht in ihrem Leben, da sie eher in ärmlichen Verhältnissen aufwuchs. Ihre Zwillingsschwester Liz dagegen ist im Gegensatz zu der stillen und höflichen Sophie, frech, eingebildet und arrogant. Mit der Zeit lernen wir sie aber besser kennen und merken, dass hinter dem Mädchen, das im Reichtum aufwuchs und schon immer bekam, was es wollte, auch eine aufmerksame und liebenswürdige Person steckt. Ein bisschen klischeehaft fand ich die beiden Protagonisten dennoch und ihr Verhalten war oft sehr vorhersehbar. Ich fand es deshalb toll, dass zumindest Sophie sich im Laufe der Handlung etwas unter Einfluss ihrer Schwester veränderte und nun mutiger wurde und auch aus sich heraus ging.
 
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, unterhaltsam und humorvoll. Über viele Aussagen der Charaktere musste ich sogar schmunzeln. Die Beschreibungen der Umgebung halten sich mit den Details in Grenzen, dennoch konnte ich mir die futurischste Welt, die in diesem Roman nur in Berlin stattfindet, bestens vor Augen führen. Auch die Gefühle der Protagonisten konnte ich meist gut nachempfinden, das einzige was mich persönlich nicht begeistern und mitreißen konnte, war eine Liebesgeschichte, die ich etwas fehl am Platz und unnötig fand. Diese führte auch zu pubertierendem, eifersüchtigem Gezanke unter den Schwestern und ich dachte mir dann einfach nur noch: "Muss das jetzt wirklich sein?" Es gibt gerade doch wirklich viel wichtigeres, woran man denken müsste!
 
Das Ende gefiel mir so weit ganz gut, es wurden so gut wie alle Geheimnisse enthüllt und es blieben kaum offene Fragen zurück. Mit diesem Ende bin ich auf jeden Fall zufrieden und ich fand es persönlich auch schön, einmal ein dystopisches Buch zu lesen, das nur aus einem Band besteht.

 
 


Bilder können wie Messer sein, die Botschaften in deine Seele ritzen. Botschaften, die bis in deinen persönlichen Quellcode eindringen und dort für immer und ewig haften bleiben.
 



Das Cover ist wunderschön und ein absoluter Eyecatcher - keine Frage! Nur leider hat es nicht im Geringsten etwas mit dem Inhalt zu tun! Das Mädchen, das wir hier abgebildet sehen, sieht überhaupt nicht aus wie Liz oder Sophie und auch der Rest lässt nicht darauf schließen, dass es sich um einen dystopischen Roman mit Thrillerelementen handelt!
 
 



*futuristisch, düster, geheimnisvoll*
 
 


"Pandora- Wovon träumst du?" überzeugt mit kreativen und futurischsten Ideen und tollen Charakteren, die facettenreich und sehr gut ausgearbeitet wurden. Jedoch hatte ich oft das Gefühl, das die beiden Hauptprotagonistinnen ziemlich klischeehaft rüber kamen und auch die einigen langatmigen Stellen führten dazu, das ich das Buch manchmal auf die Seite legen musste. Ansonsten ist die Geschichte unterhaltsam und bestens für zwischendurch geeignet.
Von mir bekommt Pandora 4 von 5 möglichen Blumen!









Eva Siegmund, geboren 1983 im Taunus, stellte ihr schriftstellerisches Talent bereits in der 6. Klasse bei einem Kurzgeschichtenwettbewerb unter Beweis. Nach dem Abitur entschied sie sich zunächst für eine Ausbildung zur Kirchenmalerin und studierte dann Jura an der FU Berlin. Nachdem sie im Lektorat eines Berliner Hörverlags gearbeitet hat, lebt sie heute als Autorin mit ihrem Mann in Barcelona.