Samstag, 19. Dezember 2015

(Rezension) Together forever - Verletzte Gefühle von Monica Murphy

 
Hallo meine Lieben!
 
Heute stelle ich euch den dritten Band der Together Forever - Reihe vor! Falls ihr die vorherigen Bände noch nicht gelesen habt, könnt ihr euch erstmal meine Rezensionen dazu ansehen:
 
 
 
An dieser Stelle möchte ich mich bei dem Heyne Verlag für das tolle Rezensionsexemplar bedanken!
 
 
Klappentext:
Ich liebe Colin wie wahnsinnig, aber es haben zu viele Dämonen von ihm Besitz ergriffen. Wenn er sich mir jetzt nicht öffnet, wird er niemals der Richtige sein und der Partner, den ich brauche. Ich habe ihm einen Monat Zeit gegeben, aber jetzt gehe ich. Wenn es wirklich stimmt, wie sehr er mich liebt: Er weiß, wo er mich finden kann.
 
Erster Satz:
"Und warum ein Schmetterling?"
 
Eigene Inhaltsangabe:
Colin ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, doch sein Geld allein macht ihn nicht glücklich. Er wird von Schuldgefühlen gegenüber seinem besten Freund Danny geplagt. Dieser ist eins in den Krieg gezogen und gefallen, aber davor hat er Colin darum gebeten, auf seine Familie und vor allem auf Jen aufzupassen - was Colin seiner Meinung nach total vermasselt hat.
Jen war Dannys Schwester. Nach seinem plötzlichen Tod, lief sie von zu Hause weg und um über die Runden zu kommen, fing sie an zu strippen. Als eines Tages Colin Jen wieder findet, bietet er ihr einen Job als Kellnerin in seinem Luxus-Restaurant an. Auch darf sie bei ihm wohnen. Als den beiden letztendlich bewusst wird, was sie für einander empfinden, wehren sie sich mit ganzer Kraft dagegen. Colin hängt noch zu stark an seiner Vergangenheit und seine Schuldgefühle machen es ihm unmöglich, Jen an sich heran zu lassen. Und auch Jen hütet vor Colin ein Geheimnis...
 
Meine Meinung:
Nachdem die Geschichte um Fable und Drew ein glückliches Ende nahm, handelt der dritte Band dieser Reihe diesmal von Colin und Jen, die wir bereits im zweiten Teil kennenlernen durften.
 
Auch diesmal sind die Protagonisten sympathisch, auch wenn sie sich deutlich von Fable und Drew unterscheiden. Vor allem Colin war für mich eine Überraschung, da ich ihn im zweiten Band nicht wirklich mochte... 
Beide sind junge Menschen, die von Schuldgefühlen geplagt werden und von ihrer schrecklichen, gemeinsamen Vergangenheit nicht loslassen können. Obwohl sie Gefühle füreinander hegen, können sie sich nicht auf das Hier und Jetzt konzentrieren. Vor allem Colin fällt das sehr schwer. Obwohl ich die beiden relativ gut verstehen konnte, hätte ich mir einfach gewünscht, dass einer von ihnen zumindest einmal das sagt, was er wirklich denkt. Stattdessen wird hier alles verschwiegen und ständig kommen neue Missverständnisse auf.
 
Die Handlung fand ich an sich spannend, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass es einige Stellen gab, die sich unnötig in die Länge zogen. Das ständige Hin und Her sowie das Mitschleppen von Schuldgefühlen und Problemen, wie wir sie aus den vorherigen Bänden kennen, wurde auch hier sehr emotional dargestellt.
 
Der Schreibstil der Autorin ist auch diesmal sehr flüssig und locker geblieben. Mir hat es besonders gut gefallen, dass die Geschichte abwechselnd aus Jens und Colins Sicht erzählt wurde und ich mich somit besser in die beiden hineinversetzten konnte.
 
Das Ende fand ich so in Ordnung, auch wenn es ziemlich vorhersehbar war. Trotzdem bin ich damit zufrieden, obwohl es meiner Meinung nach etwas zu stark dramatisiert und übertrieben wurde.
 
Zitat:
Stattdessen sage ich nichts. Weil ich ständig in einer Notlage zu sein scheine. Und er scheint immer für mich da zu sein. Mich zu retten.
So langsam hasse ich das.
Das rechte Knie ist nicht so schlimm verletzt wie das linke, und Colin versorgt es mit raschen Handgriffen. Mit einem knappen Lächeln sagt er dann, ich  sei wieder heil.
Ich bringe es nicht übers Herz, ihm zu sagen, dass ich mich zerbrochener fühle als jemals zuvor.
 
Cover:
Das Cover finde ich ganz toll, aber wie schon bei den vorherigen Teilen, passen die abgebildeten Personen nicht so recht zu den Protagonisten. Zumindest stelle ich sie mir ganz anders vor.
 
Fazit:
An sich eine schöne Fortsetzung der Reihe, auch wenn das Buch diesmal doch meiner Meinung nach nicht so gut wie seine Vorgänger gelungen ist. Trotzdem hat die Autorin auch hier nicht mit großen Gefühlen, Verlusten, Drama etc. gespart. Ich fühlte mich durchgehend unterhalten, deshalb vergebe ich 4 von 5 möglichen Sternen.
 
 
Über die Autorin:
Die New York Times-, USA Today- und internationale Bestseller-Autorin Monica Murphy stammt aus Kalifornien. Sie lebt dort im Hügelvorland unterhalb Yosemites, zusammen mit ihrem Ehemann und den drei Kindern. Sie ist ein absoluter Workaholic und liebt ihren Beruf. Wenn sie nicht gerade an ihren Texten arbeitet, liest sie oder verreist mit ihrer Familie.
 

Freitag, 18. Dezember 2015

(Rezension) Firelight - Brennender Kuss von Sophie Jordan

 
Hallöchen meine Lieben!
 
Heute möchte ich euch einen Fantasy- Roman vorstellen, der mir unglaublich gut gefallen hat. Falls ihr wie ich Talon (Julie Kagawa) - Fans seid, müsst ihr dieses Buch unbedingt lesen!
 
Firelight - Brennender Kuss, Band 1 von Sophie Jordan
 
Klappentext:
Als sie Will zum ersten Mal sieht, flieht Jacinda vor dem Jungen mit den haselnussbraunen Augen. Denn sie hat ein Geheimnis: Sie ist eine Draki, ein Mädchen, das sich in einen Drachen verwandeln kann. Nur in ihrem Rudel, hoch oben in den Bergen, glaubt sich Jacinda sicher. Sicher vor den Drachenjägern, die es auf ihre schillernde Haut und ihr purpurfarbenes Blut abgesehen haben. Doch im Rudel braut sich Unheil zusammen. Hat es damit zu tun, dass Jacinda den gut aussehenden Cassian, den zukünftigen Leitdrachen, heiraten soll? Ihre Mutter verschweigt ihr etwas, als sie bei Nacht und Nebel das Dorf verlassen. Todunglücklich beginnt Jacinda ein neues Leben. Da trifft sie Will wieder und Hals über Kopf verliebt sie sich in ihn. Aber ihre Liebe darf nicht sein – denn Will ist ein Drachenjäger. Eine außergewöhnliche Romantic Fantasy-Reihe um eine verbotene Liebe.
 
Erster Satz:
Als ich auf den stillen See hinausblicke, weiß ich, dass es das Risiko wert ist.
 
Meine Meinung:
"Firelight" ist wieder so ein Buch, das seit einer Ewigkeit auf meinem SuB vor sich hin gestaubt hat...Auf die Idee es überhaupt rauszuholen, kam ich eig. erst nach dem ich "Talon" von Julie Kagawa gelesen habe. Da mir die Neuerscheinung der Bestsellerautorin wahninnig gut gefallen hat und die Fortsetzung auf sich leider noch warten lässt, habe ich nach einer Alternative gesucht. Und ich kann nur sagen, es ist richtig schön, wenn man die gleich im eigenen Bücherregal entdeckt und somit kein Geld dafür ausgeben muss:)
Noch schöner war jedoch die Überraschung, als ich feststellen musste, dass "Firelight" tatsächlich noch besser als "Talon" ist! Talon ist eins meiner Lieblingsbücher, dennoch fand ich es stellenweise nicht so spannend und vor allem - schrecklich vorhersehbar! Zwar sind bei dem Jugendroman "Firelight" die meisten Wendungen auch nicht so extrem überraschend, dennoch wurde dieses Buch in meinen Augen tatsächlich spannender geschrieben als Talon.
 
"Firelight" ist sicher nicht jedermanns Geschmack. Es ist eben eine typische Teenie-Romanze, die sich auf der Highschool abspielt. Auch die Idee mit den Drachen und anderen Fantasy - Elementen ist nicht gerade neu oder originell, dennoch überzeugt dieses Buch auf ganzer Linie, vorausgesetzt, man lässt sich auf die Geschichte ein.
Ich war schon auf den ersten Seiten von dem Roman gefesselt, da es Anfangs sehr spannend zuging.
 
Die sympathische Protagonistin Jacinda ist eine Draki - eine Nachfahrin echter Drachen. Sie kann also ihre menschliche Gestalt abschütteln und sich in eine riesige, feuerspuckende Eidechse verwandeln. Ihre Mutter und ihre Zwillingsschwester Tamra sind jedoch ganz anders als sie. Ihre Mutter hat ihren inneren Drachen längst getötet, nachdem ihr Ehemann und Tamras und Jacindas Vater ermordet wurde. Tamra dagegen hat sich niemals in einen Drachen verwandelt.
Als Jacinda eines Tages einen Ausflug mit ihrer besten Freundin Az unternimmt, wird die Protagonistin von Drachenjägern in ihrer wahren Gestalt entdeckt und schwer verletzt. Sie flieht und versteckt sich in einer Höhle, die jedoch von einem der Jäger, Will,  letztendlich gesichtet wird. Der gutaussehende Junge mit den Bernsteinaugen greift Jacinda jedoch nicht an - er ruft auch nicht nach den anderen um sie zu töten. Vielmehr ist er von ihrem Wesen fasziniert und lässt sie laufen.
Nach diesem Vorfall flieht Jacinda mit ihrer Mutter und Tamra in die Wüste - weit weg von ihrem Clan und auch von Cassian, den sie demnächst heiraten sollte.
Im Gegensatz zu Tamra ist Jacinda mit ihrem neuen Leben überhaupt nicht zufrieden. Die karge Wüste und die heiße Luft sollen ihr helfen ihren Drachen für immer zu töten- so der Wunsch ihrer Mutter. Leider hat das Mädchen andere Pläne und träumt von Bergen und Nebel, die für einen Drachen überlebensnotwendig sind. Das Einleben fällt ihr sichtlich schwer - bis sie auf der Highschool auf Will trifft - und ihr Wiedersehen ungeahnte Gefühle in beiden erweckt und Konsequenzen nach sich zieht....
Jacinda, die die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt, ist eine sehr angenehme Protagonistin. Ich konnte mich wirklich gut in sie hineinversetzen und mir sogar vorstellen, wie das ist, wenn man nicht mehr fliegen darf und für die Familie ein Geheimnis hüten soll, obwohl man nichts lieber möchte, als einfach nur frei zu sein.
 
Die anderen Charaktere wie z.B. Will, mochte ich sehr gern. Seine, Cassians und Tamras Entwicklungen waren jedoch ziemlich vorhersehbar. Vor allem bei Tamra war das deutlich zu sehen, sie würde mir im Laufe der Geschichte immer nur unsympathischer - zickiger, rachesüchtiger und neidischer. Sie gönnt ihrer Zwillingsschwester auch gar nichts und kann nicht verstehen, warum Jacinda sich in ihrer neuen Umgebung nicht wohlfühlt. Für Tamra ist es nur wichtig, beliebt zu sein und endlich in einer Cheerleadergruppe vor dem Schulpublikum auftreten zu dürfen.
 
Die Handlung ist stets spannend und manchmal auch überraschend. So z.B. verrät Will Jacinda lange nicht, wer er wirklich ist - denn er ist nicht nur ein Drachenjäger! Einige Enthüllungen fand ich also sehr interessant und obwohl ich so meine Vermutungen hatte, ist die Geschichte oft anders verlaufen, als ich es angenommen hatte.
 
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und locker und passt perfekt zu einem Jugendroman. Das Besondere daran waren in meinen Augen die vielen wunderschönen, detaillierten Beschreibungen. So konnte ich mir die Welt, in der Drachen, bzw. Drakis leben sehr gut vorstellen.
 
Das Ende ist wirklich spannend gehalten und viele Ereignisse überschlagen sich auf einmal. Außerdem gibt es einen fiesen Cliffhänger und da ich schon so etwas in der Art vermutet habe, habe ich vorgesorgt und mir die weiteren 2 Bände dieser Trilogie bestellt. Zum Glück war die Post gerade da und hat sie mir gebracht!!! :D So hat das große Warten seit gestern, nach dem ich mit dem Buch fertig geworden bin, endlich ein Ende:) Ich muss unbedingt wissen, wie es weiter geht!
 
Zitat:
Sicher. Ein Wort, das Mum besonders gern benutzt. Sicherheit bedeutet ihr alles - und hat mir all das hier eingebrockt : das Rudel zu verlassen, meinen inneren Draki zu töten, den Jungen zu meiden, der mir das Leben gerettet hat - den Jungen, der meinen Draki inmitten dieser sengenden Wüstenglut wiedererweckt hat, den einen, den ich so gerne kennenlernen will.
Warum kann sie das nicht verstehen? Was nutzt mir alle Sicherheit der Welt, wenn ich innerlich tot bin?
 
Cover:
Das Cover finde ich wunderschön! Vor allem gefällt es mir, dass die abgebildete und sehr hübsche Person, die hier zu sehen ist, stark an Jacinda erinnert. Die flammenroten Haare sind einfach nur ein Traum und das Markenzeichen der Protagonistin. Außerdem merkt man auch ziemlich schnell, dass es sich bei dem Roman um Drachen handelt.
 
Fazit:
Für mich eines meiner Highlights in den letzten Monaten. Zudem fand ich es sogar um Längen besser als Talon - und das soll schon etwas heißen. Ich fühlte mich stets unterhalten und konnte in eine sehr interessante Welt eintauchen, die wunderschön beschrieben wurde.
Von mir gibt es ganze 5 von 5 möglichen Sternen! Absolut empfehlenswert!
 
 
Über die Autorin:
Sophie Jordan wuchs im Hügelland von Texas auf, das sie schon früh zu Geschichten über Drachen, Kämpfer und Prinzessinnen inspirierte. Neben Literatur für Jugendliche verfasst die ehemalige High School-Lehrerin auch historische Romane. Wenn sie nicht gerade schreibt, verbringt sie ihre Zeit gerne mit der Aufnahme von zuviel Koffein (am liebsten in Form von Latte macchiato und Cherry Cola) und bespricht Handlungsstränge mit jedem, der zuhört ihre Kinder eingeschlossen.
Heute lebt die Autorin mit ihrer Familie in Houston.
 

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Interview mit der Autorin Mehliqa Yigit ("Im Reich der Verborgenen")

 
Hallo ihr lieben!
 
Heute durfte ich für euch die sehr sympathische Autorin Mehliqa Yigit mit meinen Fragen löchern:)
 
 
 
Sie hat das wunderschöne Buch "Im Reich der Verborgenen" geschrieben, das ich letztens rezensiert habe. Ich kann es wirklich jedem Fantasy - Fan ans Herz legen! Lest das Buch - es steckt voller neuer und frischer Ideen und überraschender Wendungen.
 
 
Und darum geht es:
 
Klappentext:
Shahiqa glaubt ihr Glück sei vollkommen, bis sie ihr Bewusstsein verliert und auf der Ebene der Dschinn aufwacht. Ohne jegliche Erinnerung. Auf Geheiß ihres spirituellen Meisters begibt sich Shahiqa mit dem gutaussehenden Abdul, dem Führer der Elitekrieger und Sirius, dem Dschinnjungen, auf die Suche nach ihrer Bestimmung und ihren Erinnerungen, um in ihre eigene Welt zurückfinden zu können. Es bleibt dabei nicht aus, dass sie und Abdul sich näher kommen, wohlwissend, dass einem Dschinn die Todesstrafe droht, wenn er sich auf eine Beziehung mit einem Menschen einlässt …

Meine Rezension zu diesem Buch findet ihr -hier-
 
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Interview:
 
- Würdest du dich meinen Lesern kurz vorstellen?
 
Man kennt mich unter dem Pseudonym Mehliqa Yigit. Mein richtiger Name ist Melike Yasar. Ich wurde in der Türkei geboren und kam mit meinen Eltern im Jahre 1972 nach Deutschland. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, weil ich das erste Mal Schnee gesehen hatte. Wir hatten glaube ich, November. Ich bin Mutter von zwei Söhnen, die für mich sehr heilig sind.
 
 
 - Wie bist du zum Schreiben gekommen und wann
war das? 
 

Das war an einem Sonntag 1995, ich wollte schon immer ein Buch schreiben, nur habe ich mich nie getraut. Ich habe in der Schule noch Theaterstücke geschrieben, was dann auch vorgeführt wurde. Ich glaube mein allererstes Werk war eine Biografie, welches ich verloren habe. „Mein Weg in die Freiheit“, hieß es. Leider konnte ich es nicht veröffentlichen. Danach habe ich noch ein Buch geschrieben, was immer noch nicht veröffentlicht ist und ich mich auch nicht traue es zu tun. 1995 begann ich eine Trilogie zu schreiben. Samia aus dem Jemen, die ich momentan überarbeite.
 
 
 - Wie bist du darauf gekommen, das Buch "Im Reich der Verborgenen - Die Auserwählte" zu schreiben? 
 

Als ich mit Samia fertig war, hatte ich das Bild Shahiqas vor den Augen. Sie war in der Wüste und suchte die Errettung. Es gefiel mir sofort.
 
 
 - Was macht deine Hauptprotagonistin Shahiqa besonders? 
 
Sie ist eine starke Persönlichkeit. Sie kann viel Liebe geben und auch empfangen. Was sie auf jeden Fall nicht ist, sie stellt sich nicht zwischen Eheleute. Dieser Kuss mit Shaheen, war eine Trotzreaktion von ihr. Klar findet sie gefallen an ihm, aber Mari hat sie dazu getrieben. Das erfährt man ja im Band 2 noch. Shahiqa ist sich ihren Prinzipien treu. Und sie ist nicht jemand, der sich wehren kann, und alles hinnimmt wie manche behaupten. Man kennt Shahiqas Mentalität nicht. Als Gast, versucht sie ihre Grenzen an Höflichkeit nicht zu überschreiten.
 
 
 - Wer ist dein Lieblingscharakter aus "Im Reich der Verborgenen"?
 

Nun neben Sirius, würde ich sagen Shaheen, der Unnahbare oder Abdul der Charmante? Ich kann mich nicht entscheiden. Ich mag sie alle und sie sind alle etwas Besonderes für mich. Sie haben ihre Rollen super gespielt.
 
 
 - Woher nimmst du deine Ideen für deine Geschichten? Was inspiriert dich? 
 

Meine Inspiration ist in erster Linie Sirius. Er ist das Zentrum meines Herzens. Ich selbst habe einen Lehrmeister, der mich das Verborgene und das Wissen der Heilkunde lehrt. Daher kenne ich auch die Lebensweise der Dschinn.
 
 
 - Wo schreibst du am liebsten, wie sieht es dort aus? 
 

Ich schreibe überall – nicht unbedingt mit einem Stift oder auf dem Notebook – aber ich schreibe alles in meinem Kopf, wenn ich mit dem Auto unterwegs bin oder gerade in einer Gesellschaft.
 
 
 - Liest du privat auch gerne? Wenn ja, welches Buch liegt denn gerade auf deinem Nachtkästchen? 
 

Ich lese auch sehr gerne, da ich mich weiterbilden möchte. Ohne lesen, kann man nicht schreiben. Ich lese gerade zum zweiten Mal die Raukland Trilogie.
 
 
 -Wer durfte dein erstes fertiges Buch "Im Reich der Verborgenen" lesen und wie war die Reaktion darauf? 
 

Das war eine Bekannte. Obwohl die Geschichte noch ziemlich roh war und nur 150 Seiten hatte, war sie total fasziniert. Inzwischen sind es ja 2 Bänder geworden.
 
 
 - Hattest du schon mal eine Schreibblockade und wie gehst du damit um? 
 

Oh ja Schreibblockade. Ein Albtraum. Dann schreibe ich an meinen anderen Projekten weiter oder ich sehe mir einen Film an, damit ich mich entspannen kann.
 
 
 - Fällt dir, wenn du ein Buch anfängst zu schreiben, erst die Geschichte oder die Charaktere ein? 
 

Die Geschichte entwickelt sich auch mit den Charakteren. Ich mache nie Pläne, wie es weiter gehen soll. Die Charaktere entscheiden, wie sie es haben möchten. Man glaubt es nicht, aber es ist wirklich wahr. Ich war mit beiden Bändern fertig, als sich plötzlich ein Junge Namens Ahmad meldete. Da saß ich gerade in einem Kurs. Den habe ich im Nachhinein dazu gepackt, was auch wirklich toll geworden ist.
 
 
- Welche Wünsche hast du für deine Zukunft als Autorin? 
 

Den Wunsch, den jeder Autor hat. Groß rauskommen, und nur als Schriftstellerin arbeiten. Mein größer Wunsch ist jedoch Peter Jackson zu begegnen und ihm meine Bücher schenken.
 
 
 - Gibt es schon neue Buch- Projekte, über du etwas verraten kannst?
 

Ja, Arabian Nights – so nenne ich das Projekt. Es ist fast fertig. Es geht um eine verwöhnte Prinzessin, die den Prinzen ihres Herzens selber kennenlernen möchte und darauf so einiges an Abenteuern erlebt. Es ist etwas humorvoller geschrieben. Also gibt es kein Gemetzel oder Tod.  
 
 
 - Und zum Schluss: Was du deinen Lesern immer schon mal sagen wolltest….
 

Meine Bitte nicht nur an meine Leser, sondern an alle: Eure Rezensionen helfen uns, unsere Bücher weiter zu verkaufen. Wenn es euch gefallen hat, schreibt wenigstens ein paar Zeilen und wenn nicht dann gibt nicht einfach nur 1 Stern und eine Bemerkung wie „Nicht empfehlenswert“. Ich lese auch nicht alles. Ein Buch muss nicht schlecht sein, wenn es mir persönlich nicht gefällt. Und wir Autoren können nicht jedem Leser gerecht werden. Wenn man selbst nicht schreibt, weiß man wirklich nicht, was für eine Arbeit, Zeit und Kosten dahinter stecken. Und ich liebe meine Fans. Ihr seid großartig. 
 
 
*****
 
Danke liebe Mehliqa, dass du dir die Zeit genommen und all meine Fragen so ausführlich beantwortet hast! Ich freue mich auf all deine zukünftigen Projekte und natürlich erstmal auf den 2.Band deiner Trilogie "Im Reich der Verborgenen", den ich als Testperson sogar im Moment lesen darf!
 
Ich hoffe, dass euch dieses Interview gefallen hat! Falls ja, lasst es mich wissen:)
 

Mittwoch, 16. Dezember 2015

(Rezension) Marked - Eine teuflische Liebe von Sue Tingey

 
Hallo meine Lieben!
 
Heute stelle ich euch ein Buch vor, das mich zwar gut unterhalten, aber leider nicht wirklich überzeugen konnte:
 
Marked - Eine teuflische Liebe von Sue Tigey
 
Klappentext:
Ihrer besonderen Gabe, Geister zu sehen, verdankt es Lucky de Salle von jeher, dass sie eine Außenseiterin ist. Die einzige Person, der sie vertrauen kann, ist Kayla. Doch die ist nicht nur ein Geist, sie verbirgt auch ein Geheimnis. Ein Geheimnis, das die beiden plötzlich in die Unterwelt katapultiert, mitten hinein in den Kampf um den Thron des Dämonenherrschers. Lucky will nur noch eins: den Weg aus der Hölle nach Hause finden. Bis sie dem charmanten Wächter Jamie und dem nicht minder gut aussehenden Todesdämon Jinx begegnet. Doch welches Spiel spielen die beiden? Und wer zum Teufel ist Lucky selbst?
 
Erster Satz:
Die Eingangshalle der Schule war kleiner, als ich sie in Erinnerung hatte.
 
Meine Meinung:
Das Buch fiel mir gleich aufgrund des schönen pinken Covers auf, aber auch der Klappentext sprach mich sofort an. Ich meine - Fantasy - Dämonen - Wächter - Geister - so eine Mischung kann eig. nur genial sein. Leider hat mich dieses Buch im Nachhinein doch etwas enttäuscht, obwohl die Idee an sich wirklich phantastisch war.
 
Die Protagonistin Lucky de Salle fand ich von Anfang an sympathisch, weil sie eben doch einfach etwas anders ist und das machte sie auch irgendwie besonders. Sie ist auf jeden Fall eine liebenswürdige, mutige, humorvolle Person, die jedem ihre Hilfe anbietet, auch wenn sie sich dafür in Gefahr begeben muss. Ich konnte mich in sie relativ gut hineinversetzten, weil das Buch aus ihrer Sicht erzählt wird, jedoch hat sie in bestimmten Momenten ziemlich unüberlegt gehandelt, so dass ich darüber nur meinen Kopf schütteln konnte. Dafür fand ich aber ihre meisten Sprüche einfach nur genial und musste oft über sie schmunzeln.
 
Die anderen Charaktere fand ich allesamt sehr facettenreich und detailliert dargestellt. Ich war über die Vielfalt der unterschiedlichen Figuren und Wesen wirklich positiv überrascht.
Kayla, Luckys beste Freundin und Geist, habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Sie ist ein unglaublich witziger aber auch ein starker Charakter. Man merkt als Leser ziemlich schnell, dass sie ein Geheimnis verbirgt und als die Wahrheit dann ans Licht kommt, hat mich das dann schon irgendwie aus den Socken gehauen, weil ich damit einfach nicht gerechnet hätte.
Jamie und Jinx könnten dagegen nicht unterschiedlicher sein, aber man muss sie einfach trotzdem mögen. Jamie ist eher der verständnisvolle und charmanter Kerl und Jinx ist ein richtiger Bad Boy, der mit seinem Humor auf ganzer Linie überzeugt.
 
Kommen wir nun zu der Handlung. Die ist zu Anfang nämlich mega spannend und deshalb konnte mich das Buch schon auf den ersten Seiten komplett fesseln. Leider hat die Spannung jedoch ziemlich schnell nachgelassen und so plätschert der Roman erstmal so vor sich hin, ohne, dass etwas interessantes passiert. Erst wieder fast zum Schluss, hat die Autorin dann doch noch die Kurve gekriegt und konnte die Spannung wieder aufrechterhalten. Viele Ereignisse überschlugen sich letztendlich und so manche Geheimnisse und ihre Lösungen kamen ans Licht, die mich überrascht haben.
 
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm. Was mir besonders gut gefallen hat, war die Tatsache, dass alles wirklich sehr genau und detailliert beschrieben wurde. So konnte ich mich vollkommen auf die phantastische und doch ziemlich düstere Welt einlassen und habe sie sehr genossen. 
 
Das Ende lässt uns mit einigen offenen Fragen zurück und somit steht für mich fest, dass ich die Fortsetzung lesen werde - obwohl das Buch an sich einfach irgendwie nicht so meins war...
 
Zitat:
Männer waren wie Busse in meinem Leben: monatelang kam keiner, dann drei auf einmal (wenn man einen Dämon dazuzählte).
 
Cover:
Das Cover gefällt mir sehr gut, obwohl ich der Meinung bin, dass es dann doch nicht so ganz zum Inhalt passt. Ich hätte mir für dieses Buch doch etwas düstereres und geheimnisvolleres Cover gewünscht. Aber ansonsten fällt es durch die kräftige, pinke Farbe auf und ist ein toller Eyecatcher, obwohl es im Grunde ziemlich schlicht gehalten wurde.  
 
Fazit:
Marked - eine teuflische Liebe überzeugt auf jeden Fall durch unterschiedliche, facettenreiche und liebenswürdige Charaktere. Die vielfältigen Dialoge sind meist sehr humorvoll und man muss über so ziemlich viele Sprüche schmunzeln. Die Welt, die die Autorin erschaffen hat, ist absolut genial - düster, voller Geheimnisse und phantasievoll. Das einzige was mich enttäuscht hat, war die nicht vorhandene Spannung im Mittelteil und die daraus resultierende Langeweile. Der Anfang war jedoch super und auch zum Schluss überschlugen sich noch so einige Ereignisse, die für die nötige Spannung gesorgt haben. Toll waren auf jeden Fall noch die vielen Wendungen im Buch, die wirklich überraschend kamen.  
Von mir gibt es für den Debütroman der Autorin Sue Tingey 4 von 5 möglichen Sternen, denn obwohl mich das Buch nicht so ganz überzeugen konnte, fand ich es dennoch stellenweise sehr unterhaltsam.  
 
 
Über die Autorin:
Sue Tingey arbeitete achtundzwanzig Jahre lang als Bankangestellte, bevor sie sich für einen radikalen Karrierewechsel entschied. Als Arboricultural Consultant beschäftigt sie sich nun hauptberuflich mit der Pflege und dem Erhalt von Bäumen. Die Autorin ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann im britischen East Grinstead, West Sussex. Marked ist ihr erster Roman.

Montag, 14. Dezember 2015

(Rezension) For Good - Über die Liebe und das Leben von Ava Reed

 
Hallo meine Lieben!
 
Heute möchte ich euch ein ganz besonderes Buch vorstellen:
 
For Good - Über die Liebe und das Leben von Ava Reed
 
(Achtung Taschentuchalarm!)
 
Klappentext:
Was würdest Du tun, wenn Du das verlierst, was Deinem Leben einen Sinn gab? Das, was Du mehr als alles andere auf dieser Welt geliebt hast. Würdest Du aufgeben? Nach dem Tod ihrer großen Liebe Ben, beginnt Charlie in Trauer zu versinken. Immer wieder erinnert sie sich an die vergangenen Zeiten, in denen sie ihn kennen- und lieben lernte. Doch der Verlust droht sie zu ersticken und blind zu machen für das, was das Leben ausmacht. Charlie zieht sich völlig zurück und beginnt zu verstehen, dass nichts je wieder so sein wird wie es einmal war.
 
Erster Satz:
Ein paar Sonnenstrahlen stehlen sich durch den Vorhang und scheinen mir ins Gesicht.
 
Eigene Inhaltsangabe:
Charlies kleine, perfekte Welt liegt plötzlich in Trümmern. Sie hat in einem kurzen Augenblick alles verloren, was sie über alles geliebt hat, was ihrem Leben überhaupt einen Sinn gab - ihren Ben, ihren Seelenverwandten - ihre große Liebe. Seit dem sind schon über 5 Wochen vergangen und sie kann sich nicht von ihm verabschieden und ihn loslassen. Die Trauer sitzt zu tief und droht sie mit jeder Minute, die vergeht zu ersticken. Charlies Freunde und Eltern sind der Ansicht, dass sie langsam lernen sollte, mit dem schrecklichen Verlust umzugehen und wieder in ihr altes Leben zurückkehrt... doch Charlie weiß nicht mehr, wie sie jemals jemanden an sich heranlassen kann. Sie kann es sich nicht vorstellen, jemals wieder zu lachen, geschweige denn, für einen kurzen Augenblick wirklich wieder glücklich zu sein. In ihrem Kummer zieht sie sich immer mehr zurück und schottet sich von der Außenwelt ab. Das einzige was ihr außer der klaffenden Wunde und dem Loch in ihrem Herzen geblieben ist, sind Erinnerungen an Ben, die sie Revue passieren lässt. 
Wird Charlie es schaffen, wieder ins Leben zurück zu finden, nachdem man ihr für immer das entrissen hat, was ihr alles bedeutet hat?
 
Meine Meinung:  
Ich habe von der Autorin bereits ihren Debütroman "Spiegelsplitter" gelesen und war damals schon richtig begeistert. Deshalb habe ich seit Monaten dem zweiten Buch von ihr "For Good - Über die Liebe und das Leben" entgegengefiebert, auch wenn es sich dabei nicht um mein Lieblingsgenre Fantasy handelt. Als es dann so weit war, habe ich mir dieses Buch gleich am Erscheinungstag geholt und habe sofort mit dem Lesen angefangen. Ich muss sagen, ich habe eine rührende Geschichte erwartet, die von einem schlimmen Verlust handelt und wie man damit umgeht. Im Grunde stimmt das ja auch, aber die Geschichte bietet einfach so viel mehr! Das Buch ist von unzähligen tiefgehenden Gefühlen geprägt - wie z.B. pures Glück und Schmerz, den man nicht aushalten kann - und will.
Natürlich lasse ich mich während des Lesens auf jede Geschichte ein, soweit sie mich anspricht. Aber bei "For Good" ist das einfach etwas anderes. Man kann dieser Geschichte nicht entkommen, man kann nicht gleichzeitig andere Bücher lesen, ohne an Charlie und Ben zu denken, die einen nicht mehr loslassen.
 
Obwohl es schon etwas her ist, dass ich das Buch verschlungen habe, weiß ich noch ganz genau, dass ich gleich, nach dem ich die erste Seite gelesen habe, Tränen in den Augen hatte. Der eine Grund war natürlich, dass ich als Leserin gemerkt habe, in welche traurige Richtung sich der Roman entwickelt, aber auch, dass zu Anfang etwas angedeutet wurde, was mir sehr nahe ging... Die liebenswürdige Charlie erklärt Ben, wie es seinem Hund Pepper geht, dass er langsam älter wird. Ich weiß, vielleicht können das nicht alle nachvollziehen, aber das war schon der Punkt, an dem mich die liebe Ava gepackt hatte. Ich habe auch einen Hund, dem ich bei dem Älterwerden zusehen muss und es berührt mich schon sehr. Zudem gab es in der Geschichte einfach so viele Augenblicke, bei denen ich an meinen Mann denken musste und an unsere Ehe. Ich hatte oft das Gefühl, dass Charlies Erinnerungen sich mit meinen vermischten, da es viele ähnliche Situationen gab. Das trug dazu bei, dass ich praktisch gezwungen war, mich mit Charlies Schmerz und Verlust auseinander zu setzten und das ist etwas unvorstellbares und etwas, womit ich persönlich ebenso niemals zurecht gekommen wäre. An dieser Stelle möchte ich meinem Mann etwas sagen, etwas simples, nicht weltbewegendes, aber es ist für mich sehr bedeutend - du bist mein Ben <3 Ein Satz, den wohl jeder verstehen wird, nach dem er das Buch gelesen hat....
 
Gerade fällt es mir schwer, eine Rezension zu diesem genialen Buch zu schreiben. Ich möchte einfach nicht zu viel verraten, außer, dass es einem das Herz bricht, einem den Atem nimmt, aber auch Hoffnung spendet und Licht zeigt, wo eig. keins da ist. Ich habe viele berührende Romane gelesen, wie z.B. "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" etc. aber das ist überhaupt kein Vergleich. "For Good" hat mich zutiefst berührt und das in ganz überraschenden Momenten, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Ich war auf dieses Buch nicht gewappnet, nicht vorbereitet genug, aber ich habe jede einzelne Seite genossen, denn sie hat tausende Gefühle in mir an die Oberfläche gespült. Ich war in einem einzigen Augenblick am Boden zerstört und musste dennoch über das Glück lächeln, das Charlie eins verspürt hatte.
 
Der Schreibstil von Ava Reed ist sehr flüssig und fesselnd. Die Autorin lässt ihre Protagonistin Charlie die Geschichte erzählen, in der es abwechselnd Kapitel aus der Gegenwart gibt und solchen, die aus Erinnerungen bestehen. Zudem wurden alle Kapitel mit wunderschönen Zitaten und Gedichtausschnitten versehen. Das alles trug dazu bei, dass man in die Geschehnisse noch besser eintauchen konnte. Ich persönlich, liebe es, wenn ein Buch aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, weil ich mich somit besser in die Protagonisten hineinversetzen kann. Wahrscheinlich gibt es aber noch einen anderen Grund, warum die Geschichte einen so sehr berührt. Nämlich dass alles sehr realitätsbezogen ist. Die Liebesgeschichte von Charlie und Ben ist wunderschön, aber sie ist nicht außergewöhnlich oder perfekt, wie in einem Märchen. Beide haben sich gefunden, haben sich geliebt und haben ein Leben gelebt, wie du und ich. Was man Charlie genommen hat, ist unvorstellbar, dennoch ist es etwas, was in dieser ungerechten Welt passiert und es hätte jeden treffen können - mich oder dich. Deshalb ist dieses Buch genial, einzigartig, tiefgründig und absolut authentisch.
 
All die wichtigen Charaktere fand ich sehr gut ausgearbeitet. Sie waren alle recht unterschiedlich, das einzige was sie aber gemeinsam hatten, war die Tatsache, dass sie ihre Ecken und Kanten hatten, Stärken und Schwächen. Auch die sympathische, humorvolle Charlie ist keine perfekte Person. Sie trifft Entscheidungen, die sie später bereut, bricht einen unnötigen Streit vom Zaun oder ist einfach nicht stark genug um mit einem Verlust zu leben und um weiter zu machen.
 
Die Handlung ist stets spannend. Egal ob es sich in dem Buch um Erinnerungen handelt oder um die Gegenwart, jedes Kapitel endet so, dass man unbedingt wissen muss wie es weiter geht - obwohl man schon eine Ahnung hat und obwohl man weiß, dass es zutiefst schmerzen wird, weiter zu lesen...
Ich konnte jedoch nicht damit aufhören und es war mir unmöglich das Buch aus der Hand zu legen.
 
Das Ende ist wie das Buch selbst - traurig und wunderschön zugleich. Es bricht einem das Herz und spendet Hoffnung. Ich hätte mir keinen besseren Abschluss für die Geschichte vorstellen können!  
 
Nun möchte ich mich auch bei der Autorin bedanken - liebe Ava Reed, ich danke dir, dass du so wunderschöne Bücher schreibst, die mich berühren und in mir etwas bewegen, ob von mir gewollt - oder ungewollt. Mit deinen Geschichten machst du die Welt ein kleines Stückchen besser, in dem es uns bewusst wird, wie schön das Leben sein kann, dass es noch Wunder und Hoffnung gibt, obwohl kein Licht mehr am Horizont zu sehen ist. DANKE! Auch dafür, dass es mir gerade unendlich schwer fällt, mich von deinen Charakteren Charlie und Ben zu trennen - das bedeutet dass dein Buch in jeder Hinsicht perfekt war - auch ohne perfekte Menschen darin, ohne eine perfekte, märchenhafte, bilderbuchähnliche Liebesgeschichte oder ohne eine perfekte, vorbildliche Story, die in der Realität keinen Platz gefunden hätte.
 
Zitat:
Ich höre deine Stimme in meinem Kopf, Ben. Deine wundervolle, warme und dunkle Stimme. Du flehst mich an, nicht aufzugeben. Das Leben wäre wundervoll und ich solle jede Sekunde davon genießen, mir jede Ecke dieses Planeten ansehen und erleben. Doch ich schüttele nur meinen Kopf und antworte dir, dass du mein Leben warst. Du und nichts anderes! Bevor du in mein Leben getreten bist, da wusste ich nicht, wie schön es sein kann und wie vollkommen. Ich existierte, aber ich lebte nicht. Nun bist du fort, Ben, und mit dir mein Leben.
 
Cover:
Das Cover finde ich wunderschön und sehr gelungen. Das Mädchen das man hier sieht, sticht durch wunderschöne goldblonde Haare, die auch Charlie ausmachen. Überhaupt ist das Cover in einem wunderschönen Geld gehalten - nicht grell, sondern in einem schönen, verträumten Senfgelb, das mich an einen späten Sommernachmittag erinnert...  
 
Fazit:
Die talentierte Autorin Ava Reed, hat es wieder einmal geschafft, sich selbst zu übertreffen. Ich bin immer noch mit Gedanken bei Charlie und Ben und ich glaube dass die beiden und ihre Geschichte mich nicht mehr so schnell loslassen werden.
Das Buch hat mir einmal mehr vor Augen geführt, wie grausam und überraschend das Schicksal sein kann. Dass es einem kurzerhand alles rauben kann - ganzes Glück, das man besitzt und den Sinn im Leben. Aber es kann einem auch etwas schenken - das Schicksal gibt einem auch die Hoffnung wieder zurück, die man schon längst geglaubt hatte, verloren zu haben.
Ich kann das Buch wirklich JEDEM ans Herz legen und weiter empfehlen. Es ist mein absolutes Lesehighlight und nun mein Lieblingsroman. Obwohl das Buch nur um die 250 Seiten hat, überrascht und überzeugt es, mit einem Tiefgang, der heutzutage nur selten anzutreffen ist. Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals ein Buch gelesen zu haben, das mich dermaßen aufgewühlt, traurig und glücklich gemacht hat. Es ist auch unmöglich, dabei nicht zu weinen und ich rate euch - besorgt euch jede Menge Taschenbücher, bevor ihr euch "For Good" zulegt!!!
 
Von mir gibt es 5 von 5 möglichen Sternen!
 
 
Über die Autorin:
 
 
Ava ReedAva Reed lebt gemeinsam mit ihrem Freund im schönen Frankfurt am Main, wo sie gerade ihr Lehramtsexamen macht. Zur Entspannung liest sie ein gutes Buch oder geht mit ihrer Kamera durch die Stadt. Das Schreiben hat sie schon früh für sich entdeckt und während des Studiums endlich ihrer Fantasie freien Lauf gelassen. Mit "Spiegelsplitter" verfasste sie ihren ersten eigenen Roman. Mittlerweile arbeitet sie an zahlreichen romantisch-fantastischen Geschichten.