Hallo ihr süßen,
heute stelle ich euch einen Roman vor, der mich zwar zum Nachdenken gebracht hatte, mich letztendlich aber leider nicht so ganz überzeugen konnte:
Amy & Matthew - Was ist schon normal von Cammie McGovern
An dieser Stelle möchte ich mich bei dem Heyne Verlag für dieses tolle Rezensionsexemplar bedanken!
Klappentext:
Die 17-jährige Amy ist ein besonderes Mädchen. Sie kann nicht sprechen und nicht ohne Hilfe laufen. Aber sie ist unglaublich klug und wahnsinnig hübsch – zumindest in den Augen ihres Klassenkameraden Matthew, der auch nicht so ist wie die anderen. Vor allem mit Nähe hat Matthew ein Problem. Doch genau die sucht Amy, die genug davon hat, wie ein rohes Ei behandelt zu werden. Im letzten Jahr der Highschool beschließt sie, dass das Leben jetzt beginnen muss. Und sie verliebt sich in den sensiblen Matthew. Dann aber begeht sie auf dem Abschlussball einen verhängnisvollen Fehler und verletzt Matthew zutiefst. Wird er ihr verzeihen?
Erster Satz:
Amys E-Mail setzten Ende Juli ein und kamen dann den ganzen Sommer hindurch.
Meine Meinung:
Obwohl ich lieber Young Adult Romane oder Fantasy- Bücher lese, konnte mich der Klappentext von "Amy & Matthew" dennoch anfangs überzeugen. Ich muss aber ehrlich sagen, dass ich mit der Zeit komplett das Interesse an dem Buch verloren habe und wahrscheinlich hätte ich es gar nicht mehr gelesen, hätte ich es nicht als Rezensionsexemplar zugeschickt bekommen. Ich glaube, das liegt wohl an den vielen negativen Meinungen zu dem Buch, denen ich mich auch anschließen muss...
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht, da der ziemlich spannend und emotional gestaltet wurde. Wir lernen zu Anfang auch ganz tolle Charaktere kennen, Amy & Matthew, die mit unterschiedlichen Krankheiten zu kämpfen haben.

Die beiden Protagonisten fand ich anfangs unglaublich sympathisch und habe vor allem mit Amy mitgelitten, da sie zwar körperlich behindert ist und dadurch in ihrem Leben stark beschränkt wird, aber dafür unglaublich klug und intelligent ist. Es war für mich tragisch und traurig zu lesen, dass das so offene und liebenswürdige Mädchen, das einemm vieles mittzuteilen hätte, sich nur über einen Sprachcomputer verständigen konnte. Leider gab es aber ab der Hälfte des Buches ein paar Wendungen, die mir nicht so gut gefielen, denn ab dann mochte ich Amy einfach nicht mehr und konnte auch keinen Bezug mehr ihr zu ihr herstellen. Dafür hat Matthew eine tolle Wandlung vollzogen und ich fand ihn bis zum Schluss wirklich sehr sympathisch.
Die Handlung beginnt recht spannend, nur leider wurde es ab einem bestimmten Zeitpunkt ziemlich zäh und langatmig. Somit war es für mich schwer bis zum Ende durchzuhalten und ich habe mehrere Anläufe gebraucht um mich zu motivieren das Buch überhaupt weiter zu lesen. In erster Linie lag das wohl an Amy, die mir plötzlich sehr kühl, distanziert und auch kindisch vorkam. Außerdem habe ich mir erhofft ,mehr über die Krankheiten der Protagonisten zu erfahren, da hier einfach viele Details noch gefehlt haben. Vor allem für Menschen wie mich, die sich noch nie mit diesen Themen auseinander gesetzt haben, wären zusätzliche Informationen sicher vom Vorteil gewesen.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig aber leider nicht besonders fesselnd. Mir gefiel besonders die sich abwechselnde Erzählweise von Amy und Matthew. Somit konnte man als Leser ein besseres Verständnis für die beiden aufbringen und einen Blick auf ihr Leben und ihre Gedanken erhaschen.
Zitat:
"Ich weiß nicht, was die Zukunft bringen wird, aber ich weiß, dass ich keine Angst vor ihr habe. Ich stelle es mir ein bisschen wie mit dem ersten Schnee vor: Man fällt ganz sanft hinein, solange man passend gekleidet ist."
Cover:
Das Cover spricht mich leider nicht wirklich an. Ich finde es nicht passend gewählt und macht auf mich einen einfallslosen Eindruck. Wäre ich auf das Buch nicht durch andere Blogger aufmerksam geworden, würde ich es wohl in einer Buchhandlung niemals in die Hand nehmen.
Fazit:
Ich habe mir von dem Buch viel mehr erhofft, vor allem nachdem mir die ersten Kapiteln so gut gefallen haben. Die Protagonistin Amy fand ich anfangs sehr sympathisch aber mit der Zeit hat sie sich so stark verändert, wurde dermaßen egoistisch, nervig, zwang die Menschen, die sie lieben nach ihrer Pfeife zu tanzen und achtete gar nicht mehr auf die Gefühle der anderen. Über ihr Verhalten war ich sehr enttäuscht und konnte darüber nur den Kopf schütteln.
Die anderen Charaktere wie z.B. Amys Mutter fand ich leider ziemlich farblos und einseitig, genauso wie ein paar andere Figuren in diesem Buch.
Die Liebesgeschichte zwischen Amy und Matthew gefiel mir anfangs sehr gut, es war auf jeden Fall eine besondere Verbindung zwischen den beiden, die dann aber wegen Amy irgendwann mal eskalierte und zerbrach.
Die Handlung fand ich im Großen und Ganzen nicht wirklich spannend genug und außerdem fehlten mir viele wichtige Hintergrundinformationen, z.B. die Krankheiten betreffend, an denen die Protagonisten litten.
Deshalb vergebe ich heute 3 von 5 möglichen Sternen und bin ehrlich gesagt froh, das Buch hinter mich gebracht zu haben! Zwar ist es ein Buch, das mich zum Nachdenken gebracht hatte - und das schätze ich an Bücher sehr - aber die seltsamen Wendungen und vor allem Amys späteres Verhalten haben leider all das Schöne und Emotionale was diesen Roman ausmacht, zunichte gemacht. Nichtsdestotrotz zeigt uns dieses Buch, dass man keine Vorurteile oder Berührungsängste haben soll und dass der erste Eindruck sowie das Aussehen einen täuschen können.
Über die Autorin:

Huhu,
AntwortenLöschenich habe das Buch vor kurzem auch gelesen und dann ging es mir wie dir. Der Anfang war wirklich toll und mitreißend aber zum Ende war es nicht mehr halb so gut. Ich finde, dass hier sehr viel Potenzial verschenkt wurde.Es ist wirklich schade.
Lg
Sarah