Mittwoch, 23. März 2016

(Rezension) Anima - Schwarze Seele, weißes Herz von Kim Kestner

 
Hallöchen meine süßen,
 
heute stelle ich euch den neuen Roman der beliebten Autorin Kim Kestner vor:
 
Anima - Schwarze Seele, weißes Herz
 
 
Klappentext:
Für Abby ist es die schönste Zeit des Jahres! Jeden Sommer verbringt sie mit ihrer Familie die Ferien im Nationalpark Acadia. Doch diesmal wird die Idylle überschattet: Der zur Unterhaltung engagierte Magier Juspinn fasziniert die Feriengäste nicht nur mit seiner Show - er scheint sie zu manipulieren. Mit Schrecken muss Abby feststellen, wie sich ihre Familie und Freunde mehr und mehr zum Schlechten verändern. Besonders ihre Schwester Virginia ist auf einmal wie von Sinnen. Abby selbst spürt nicht nur die Anziehungskraft des Fremden, sondern auch die Gefahr, die von ihm ausgeht. Juspinn scheint auf der Suche zu sein, nach etwas, das nur sie ihm geben kann. Die Geschichte einer undenkbaren Liebe im Kampf gegen die größten Mächte der Welt.
 
Erster Satz:
Für mich war Liebe ein Wort, das ich nur aus Filmen kannte.
 
Meine Meinung:
Seit sie denken kann, verbringt die 18-jährige Abby, gemeinsam mit ihrer Familie, jeden Sommer im Nationalpark Acadia in Kanada. Auch diesmal freut sie sich auf die bevorstehende, unbeschwerte Zeit und das Wiedersehen mit ihrer besten Freundin Eyota. Am Tag ihrer Ankunft im Camp, scheint alles wie beim Alten zu sein. Abby, die die Natur liebt, geht oft nach draußen oder lauscht den Predigten ihres Vaters, der Reverend ist. Ihre Schwester Virginia dagegen, feiert lieber Partys und trifft sich ständig mit Jungs. Als eines Tages ein junger, gut aussehender Illusionist namens Juspinn auftaucht, beginnt sich langsam alles zu verändern. Es scheint, als ob sein Aufenthalt Missgunst und Eifersucht sähen würde und schon bald kommen bei allen Mitbewohnern des Camps die schlechten Eigenschaften ans Licht.
Nur bei Abby funktioniert das anscheinend nicht, dennoch verfällt sie dem geheimnisvollen Fremden und ein Kampf gegen die größten Mächte der Welt nimmt seinen Anfang!  
 
Dem Erscheinungsdatum des Buches habe ich seit längerer Zeit entgegengefiebert. Als es endlich so weit war, schwebte ich im 7. Bücherhimmel und habe mich sofort in das wunderschöne Cover verliebt. Auch die Geschichte gefiel mir so weit ganz gut.
 
Die Protagonistin Abby ist ein sympathisches junges Mädchen, das kurz vor ihrem 18. Geburtstag steht. Im Gegensatz zu ihrer Schwester, ist sie die Lieblingstochter ihrer Eltern, vor allem aber ist ein Daddykind. So wächst sie wohlbehütet auf und schon früh lernt sie von ihrem Vater, der Reverend ist, weltoffen zu sein und alles, auch ihren Glauben zu hinterfragen. Das gefiel mir schon so weit wirklich gut, denn sonst wäre mir die Geschichte auf Dauer zu religiös und engstirnig geworden.
Für meinen Geschmack war Abby ein bisschen zu perfekt, zu gütig und zu rein. Im Grunde geht es aber genau um diese Eigenschaften, die sie gegenüber Juspinn immun machen und verdeutlichen, wie unterschiedlich die beiden wohl sind.
 
Juspinn, der junge Illusionist, der plötzlich zur Unterhaltung der Bewohner auftaucht, ist ein typischer Bad Boy und mein absoluter, neuer Bookboyfriend! Mit seiner dunklen, dämonischen und teuflischen Ausstrahlung bringt er die Frauenherzen zum Schmelzen - ja auch meins! Ich bin ihm schon gleich zu Anfang vollkommen verfallen und muss der Autorin an dieser Stelle ein großes Kompliment machen, denn diesen Charakter hat sie einfach nur perfekt hinbekommen! Wobei er natürlich alles andere als vollkommen ist, aber sein Geheimnis und seine arrogante Art machen ihn zu einem Kerl, den man einfach anhimmeln muss. Falls ihr also auch Fans der Bookboyfriends der Autorin Jennifer L. Armentrout seid und Daemon Black sowie Roth vergöttert habt, ist Juspinn definitiv als nächster an der Reihe!
 
Die anderen Charaktere fand ich ebenso gut ausgearbeitet und facettenreich. Maria, Juspinns Schwester war mir oft etwas unheimlich, was die Autorin auch wahrscheinlich beabsichtigt hat. Dennoch fand ich sie absolut unterhaltsam. Auch die Bösewichte (vor allem ein ganz Bestimmter), fand ich irgendwie faszinierend und interessant.
 
Der Schreibstil der Autorin ist locker leicht. Dadurch, dass die Geschichte meistens aus Abbys Sicht erzählt wird, baut man zu der Protagonistin eine besondere Bindung auf. Mir gefiel auch die Tatsache unglaublich gut, dass ebenso mein Lieblingscharakter Juspinn mal zur Wort kommen durfte und es einige Kapitel gab, die er selbst erzählte.
 
Die Handlung ist im Grunde spannend und zeichnet sich vor allem durch unvorhersehbare und überraschende Wendungen aus. Allerdings gab es zu Anfang ein paar langatmige Stellen und das Ende kam dagegen ziemlich schnell. Auch muss ich sagen, dass mir der Epilog gar nicht gefallen hat. Er war mir zu gewöhnlich und das Verhalten einer bestimmten Person fand ich einfach unpassend und zu langweilig. 
Außerdem bleibt der Leser mit ein paar offenen Fragen zurück, obwohl die Geschichte in sich abgeschlossen ist. Auf der anderen Seite, besteht die Möglichkeit, dass dieser Einzelband fortgesetzt wird, was ich auf jeden Fall willkommen heißen würde!  
 
Zitat:
"Sie fasziniert dich."
"Sie langweilt mich. Sie ist naiv."Juspinn hatte begonnen, sich die Schläfen zu massieren. Offensichtlich bereitete ich ihm Kopfschmerzen. Und ich wünschte, ich hätte sie ihm gönnen können, denn seine Worte klärten endlich, was ich mich seit unserer ersten Begegnung fragte: Was sollte so ein perfekter Mann an mir finden. Es schmerzte.
 
Cover:
Das Cover ist einfach der Traum! Es ist düster, wie die Stimmung im Buch und das abgebildete Zeichen, passt außerdem perfekt zur Geschichte und spiegelt das wichtigste Merkmal des Inhalts wieder! Ein großes Kompliment an den Arena Verlag für das sehr gelungene Cover!
 
Fazit:
Anima von Kim Kestner ist ein gelungener Einteiler, der mit lebendigen und facettenreichen Charakteren, unvorhersehbaren Wendungen und einer spannenden Geschichte überzeugt. Ein paar kleine Schwächen gab es dennoch, deshalb vergebe ich insgesamt 4 von 5 möglichen Sternen (wobei, wenn ich nur Juspinn bewerten dürfte, würde er von mir mehr als die volle Punktzahlt bekommen!!!)
 
 
Über die Autorin:
 
Kim KestnerKim Kestner, geboren 1975 in Gifhorn, studierte Visuelle Kommunikation und gründete später eine Marketingagentur. Als Kind klebte sie gebannt an den Lippen ihres Vaters, der ihr immer fantastischere Geschichten erzählte. Irgendwann gingen ihm dann die Ideen aus, deshalb entschloss sie sich, selbst Geschichten zu erfinden. Doch erst als sie ebenfalls Kinder bekam und sich Gute-Nacht-Geschichten ausdenken musste, erinnerte sie sich wieder an ihre Idee und fing an zu schreiben. Heute veröffentlicht sie regelmäßig Fantasyromane und erzählt immer noch Gute-Nacht-Geschichten ...

Kommentare:

  1. Hey Ilona ♥

    das Buch soll ja etwas anders sein und daher in ich schon sehr gespannt auf das Buch ;)
    Hmmm das mit den Längen am Anfang und den viel zu schnellen Ende, ist ja nicht so schön. Und Epilog? Ich bin gespannt :o
    Vielen Dank für deine Rezension ;)

    Liebste Grüße Sine

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  2. Huhu Ilona,
    danke für die schöne Rezi. Ich habe das Buch auch schon auf dem SuB und bin mal gespannt, ob ich es ähnlich empfinden werde wie du. Bisher habe ich nur begeisterte Rezis gelesen.
    Liebe Grüße, Petra

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