Sonntag, 21. August 2016

(Rezension) Die Shannara Chroniken - Elfensteine von Terry Brooks


 
 
Der Roman zum Fantasy-Serien-Highlight 2016
 
 Der Ellcrys, der heilige Baum der Elfen, stirbt. Mit ihm vergeht auch der Bann, der die Dämonen aus der Welt der Sterblichen fernhält, und die ersten dieser Bestien haben die magische Grenze bereits überwunden. Amberle Elessedil, die Tochter des Königs der Elfen, ist die einzige, die einen neuen Ellcrys pflanzen kann. Um das letzte Samenkorn des Ellcrys zum Leben zu erwecken, begibt sie sich auf gefährliche Reise zum Wildewald. Denn die Dämonen wissen von ihrer Aufgabe und sie werden alles tun, um sie aufzuhalten. Zum Glück steht ihr der junge Heiler Wil zur Seite – und mit ihm die Elfensteine von Shannara.
 

 
Die nahe Morgendämmerung erhellte schwach den nächtlichen Himmel, als die Erwählten den Garten des Lebens betraten.
 

 
Ich bin ein großer Fan der TV - Serie "The Shannara Chronicles", die ich damals auf Amazon Prime mit großem Interesse verfolgt habe. Für mich stand es deshalb außer Frage, dass ich auch unbedingt das Buch zu der wahnsinnig tollen Serienverfilmung lesen muss. Dennoch habe ich befürchtet, dass mich der Roman evtl. nicht wirklich fesseln wird, da ich die Handlung einfach noch zu gut im Kopf hatte. Zum Glück war das jedoch nicht der Fall, da das Buch dann doch in manch einer Hinsicht von der Serie abweicht und für Überraschungen sorgt.
 
Was das Cover anbelangt, finde ich es absolut passend gewählt und ich finde es toll, dass der Verlag sich entschieden hat, das Bild aus der Serie zu übernehmen, denn somit erregt es auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit, vor allem Fans der Serie springt das Buch dann auch sofort ins Auge und macht neugierig.
 
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir nicht besonders schwer und dank der Serie, die ich mir vor kurzem angesehen habe, hatte ich keinerlei Schwierigkeiten damit, die vielen Charaktere voneinander zu unterscheiden. 
 
 Die Idee von Terry Brooks, dass die Welt in nicht ganz so ferner Zukunft von Elfen königlicher Abstammung beherrscht wird und sie nun auf Hilfe angewiesen sind, da ihr heiliger Baum Ellcrys stirbt, gefiel mir ebenso sehr gut.
 
Auch die weitere Handlung war an sich unheimlich spannend und vielfältig, aber leider setzten mir die vielen Längen und detaillierten Beschreibungen zu und ich schweifte oft von der Geschichte ab. Es gab Stellen, da musste ich schon teilweise das Buch aus der Hand legen, da ich einfach nicht mehr vorankam oder ich überflog ganze Seiten, die mich ehrlich gesagt - langweilten. Das war jedoch keine Überraschung für mich und bei einem Roman mit über 700 Seiten und einer so komplexen Welt, die der Autor erschaffen hatte, habe ich mir das schon gedacht. Trotzdem fand ich das sehr schade und ich bin der Meinung, dass man den Roman locker um einiges kürzen könnte!
 
Die Charaktere waren dagegen super! Ich habe sie bereits in der Serie ins Herz geschlossen und auch im Buch enttäuschten sie mich kein bisschen!
Amberle fand ich neben Will, am sympathischsten. Sie ist bodenständig und überhaupt nicht überheblich, wenn man ihre Herkunft und die Tatsache bedenkt, wozu sie nun ausgewählt wurde. Sie hat etwas weiches an sich, dennoch ist sie mutig und setzt alles daran, ihre Aufgabe erfolgreich auszuführen.
Will ist dagegen humorvoll und warmherzig. Man kann einfach nicht anders als ihn zu mögen! Auch Eretria kam sehr facettenreich rüber und trotz ihres etwas schwierigen Charakters, mochte ich sie sehr. Auch all die anderen Nebenfiguren sorgten für eine Art Faszination bei mir und ich fieberte mit ihnen mit.
 
Obwohl mir der Roman ziemlich gut gefiel, glaube ich nicht, dass ich die Vorgeschichte dazu, nämlich "Das Schwert der Elfen" noch lesen werde. Auf der einen Seiten würde mich das Buch tatsächlich reizen und interessieren, aber die unglaublich vielen Längen und der extrem detailliere Schreibstil des Autors in "Elfensteine" schrecken mich dann doch etwas ab!
 
 
 
 
 
Band 1 - Das Schwert der Elfen (Vorgeschichte)
Band 2 - Elfensteine
 
Beide Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden, obwohl es im Grunde sinnvoller ist, zuerst "Das Schwert der Elfen" zu lesen, da die Vorgeschichte evtl. wichtige Hintergrundinformationen und Fakten zu den Shannara Chroniken beinhaltet.
 
 
 
"Die Shannara Chroniken - Elfensteine" ist ein rundum toller Fantasy - Roman, der sich in einer nicht allzu weiten Zukunftswelt abspielt. Die Ideen des Autors sind grandios, die Geschichte überraschend, emotional und mittreißend. Die Charaktere wurden mit viel Liebe ausgearbeitet und wirkten auf mich sehr real. Der einzige Kritikpunkt sind eben die unheimlich vielen Längen und die übertrieben detaillierten Beschreibungen, mit denen ich nicht klar kam. Deshalb gibt es von mir 4 von 5 möglichen Blumen!

 
 
An dieser Stelle gilt mein Dank dem Blanvalet Verlag für das tolle Rezensionsexemplar, das mir zur Verfügung gestellt wurde!

Kommentare:

  1. Hallöchen Ily,

    ich habe das Buch auch schon seit ein paar Monaten auf meinem Rezensions-SuB.... Nach deiner Rezension wird es wohl mal Zeit, das Buch endlich in die Hand zu nehmen :D

    Liebe Grüße
    Charleen

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  2. Schön das es dich an sich überzeugen konnte! Mir hatte es damals auch sehr zugesagt nur mit dem Unterschied, dass mich die Längen so gar nicht gestört haben :)

    Habe noch eine kleine Anmerkung: jetzt ist die Zukunft gar nocht mehr so lang hin.. aber schau mal ins Impressum - das Buch ist schon gaaaanz alt und da finde es noch beachtlicher.

    Außerdem muss ich dir in noch einem Punkt teilweise wiederprechen: das das Cover ein Bild aus der Serie zeigt finde ich gar nicht so toll :( also klar werden die aufmerksam die die Serie gesehen haben, aber finde es zum Buch selber nun doch nicht so passend da Amberle ja nun doch etwas anderes ist. Außerdem passt es leider nicht zu Band 1 und wird es eventuell auch nicht zu den anderen Bänden, falls diese auch nochmal neu aufgelegt werden sollten.
    Naja sind wir gespannt :D

    Liebe Grüße :D

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